Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Aktuelles

ACHTUNG: Die Vorträge "Weißrussland - die letzte Wildnis Europas" und "Namibia - Landschaften und deren Bewohner" mussten wir leider aufgrund der aktuellen Entwicklung absagen!

Umweltbildung trägt Früchte

 

Unser Naturerlebnisgarten liegt nach wie vor immer noch brach! Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Daher initiierte die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) Landesverband Bayern e.V. eine bayernweite Pflanzaktion, an der sich auch unsere Umweltstation beteiligte.

 

Unter dem Motto: „Umweltbildung trägt Früchte“ säten wir gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Legler und dem zweiten Bürgermeister, Herrn Dieter Josten ein Blütenbeet ein. Die beiden Politiker zeigten sich dabei sehr solidarisch und betonten die Wichtigkeit der LBV-Umweltstation Kleinostheim als außerschulischen Lernort.

 

Thomas Staab, Leiter der Umweltstation wertet die Aktion als öffentliches Signal, dass bald wieder Veranstaltungen im Naturerlebnisgarten stattfinden können.

 

Die Früchte dieser gemeinsamen Maßnahme werden hoffentlich in einigen Wochen die Insekten ernten, welche sich vom Nektar und dem Blütenpollen der sprießenden Blumen ernähren.

 

Personen von links: Thomas Staab (LBV), Dieter Josten (2. Bürgermeister Kleinostheim), Sabine Michael (LBV), Dr. Alexander Legler (Landrat), Livia Erfurth (LBV).  Foto: Nina Juchum (LBV)
Personen von links: Thomas Staab (LBV), Dieter Josten (2. Bürgermeister Kleinostheim), Sabine Michael (LBV), Dr. Alexander Legler (Landrat), Livia Erfurth (LBV). Foto: Nina Juchum (LBV)

Nach über 60 Jahren: Weißstörche brüten im Landkreis Miltenberg

Nach vielen Jahrzenten wurde nun in unserem Landkreis wieder ein Weißstorchenpaar entdeckt, das aktuell brütet. Thomas Staab, Leider der LBV-Regionalgeschäftsstelle freut sich ganz besonders: „Seit 2002 war Unterfranken lange Zeit ein weißer Fleck auf der Verbreitungskarte des Weißstorches. Dann siedelten sich einige in Geiselwind und in Hammelburg an.“ Vor mehreren Jahren, so erzählt Staab weiter, kamen die Großvögel auch nach Kleinostheim. In dem „Storchendorf am Untermain“ brüten aktuell 17 Paare, ein neuer Rekord! Daneben gibt es welche in Karlstein und Alzenau. Der Naturschützer kann sich nicht erinnern, dass in seinen 56 Lebensjahren ein Storch im Landkreis Miltenberg gebrütet hat.

Staab weiß aus anderer Quelle, dass ein Storchenpaar zuletzt 1948 auf dem ehemaligen Pfarrhaus in Sulzbach sein Nest hatte. Naturschützer hatten in den Mainauen bereits vor etwa 20 Jahren eine Nisthilfe auf dem Dach des Wasserpumphäuschens montiert. Bisher leider ohne Erfolg! „Eine Frage der Zeit, bis auch dort wieder Störche brüten“; sagt LBV-Mitarbeiter.

Umso erfreulicher ist daher die Sichtung eines Weißstorchenpaars in unserem Landkreis.

Die offensichtlich nicht beringten Altvögel haben einen sicheren Brutplatz ausgewählt: ein ehemaliger Graureiherhorst auf einem großen Nadelbaum wurde renoviert. Die Baumbrut befindet sich im nörlichen Landkreis und die nahegelegenen Mainwiesen versprechen ein gutes Nahrungsangebot, was vor allem während der Jungenaufzucht wichtig ist.

Endlich hat sich wieder ein Weißstorch im Landkreis Miltenberg niedergelassen! Das Nest kann man, ohne zu stören vom gegenüberliegenden Mainufer betrachten. Man braucht allerdings die entsprechende Optik dazu (gutes Fernglas, Spektiv).

 

Die brütenden Störche werden regelmäßig "kontrolliert". Sobald sich ein Jungvogel zeigt, werden wir dies gerne veröffentlichen.

 

Mehr zum Thema Weißstorch gibt es hier:

 

https://www.lbv.de/naturschutz/artenschutz/voegel/weissstorch/

 

 

Foto: Thomas Staab/LBV

 

Naturschwärmer - Familienaktionen des LBV für wissbegierige und naturverliebte Weltverbesserer

Die LBV-Bildungseinrichtungen haben sich zusammengetan und werden auf der Seite naturschwaermer.lbv.de jeden Monat zu einem anderen spannenden Thema Videos, Podcasts, Bau-, Bastel- oder Gestaltungstipps, Geschichten, Spiele, Rezepte oder sonstige Mitmachaktionen anbieten.

 

Im März dreht sich alles um das Thema „Insektengarten“ . Auf der Seite sind Mitmachaktionen, Podcasts, Bastelanleitungen, Naturbeobachtungstipps, Videos, Challenges, Terminhinweise zu Veranstaltungen etc. zu finden.

 


Aktuelle Impressionen aus dem Naturerlebnisgarten

Hier einige Winterimpressionen Anfang Dezember aus unserem Naturerlebnisgarten in Kleinostheim und vom Bernd Hofer-Haus. 

Alle Fotos: Thomas Staab/LBV

Aktivitäten im Naturerlebnisgarten: Teil 4 August 2020

Der Sommer war wieder einmal heiß und trocken! Getreidefelder sind abgeerntet und einige Zugvögel bereits unterwegs. Unsere Siebenschläfer haben Nachwuchs und auch in der Umweltstation kehrt ein wenig Leben zurück in Form von Veranstaltungen. Einige Veranstaltungen gab es auch in diesem Monat. Im Rahmen unserer "Offenen Gartentür" waren wir mit Gästen unterwegs zum Thema "Kein Leben ohne Spinnen" und "Ein Kräuterstrauß für Maria". Daneben gingen wir mit Familien auf die Jagd nach Wasserskorpion und Co. Was im August sonst noch im „eingeschränkten Modus“ im LBV-Naturerlebnisgarten Kleinostheim los war, könnt ihr erleben, wenn ihr hier klickt oder auf das Bild.

Offene Gartentür „(K)ein Leben ohne Spinnen“

 Der Abbau von Ängsten und Vorurteilen waren u.a. Gründe für die Führung zum Thema „(K)ein Leben ohne Spinnen“, im LBV-Naturerlebnisgarten Kleinostheim.

Dabei erfuhren die Teilnehmer Interessantes und Wissenswertes über diese Tiergruppe: Dass manche acht Augen besitzen, viele damit aber nur hell-dunkel sehen können. Anders die Springspinne, die mit ihren Augen sogar zoomen kann. Generell können Spinnen keine Geräusche wahrnehmen, da sie keine Ohren haben.

 „Würde es keine Spinnen geben, so würden wir von tausenden Stechmücken und andere Plagegeister attackiert werden!“, sagte der Spinnenfreund Michael Herrmann gleich zu Beginn seiner Führung im LBV-Naturerlebnisgarten. Eine unglaubliche Zahl: 800 Millionen Tonnen Insekten werden weltweit pro Jahr von den Achtbeinern vertilgt, haben Wissenschaftler errechnet!

Herrmann hatte noch weitere Fakten über die Biologie und Lebensweise unserer heimischen Spinnenarten parat.

So gilt als einzige giftige Spinnenart der Dornfinger, der bei uns gerne auf Sandmagerrasen und -Dünen vorkommt. Das unscheinbare mittelgroße, beige-bräunlich gefärbte Tier ist ein nachtaktiver Jäger. Allerdings braucht man auch diese Spinne nicht zu fürchten, deren Biss dennoch starke Schmerzen verursachen kann. Andere Arten haben kaum Chancen durch die Lederhaut des Menschen zu beißen.

Wesentlich gefährlicher sei die Zecke – ebenfalls ein Spinnentier, das immer noch unterschätzt wird und das einige schlimme Krankheiten übertragen kann, so Herrmann.

 

Bei einem Spaziergang durch den Naturerlebnisgarten wurden dann einige Netze von Baldachinspinnen, das Nest einer Jagdspinne und die schönste ihrer Art: die Wespenspinne entdeckt.

 

Für viele Besucher kam das Highlight der Veranstaltung allerdings zum Schluss! Michael Herrmann präsentierte im Bernd Hofer-Haus einen Teil seiner privaten Vogelspinnensammlung. Nur durch eine dünne Glasscheibe getrennt konnten die interessierten Gäste verschiedene Vogelspinnenarten und einen großen, schwarzen Skorpion beobachten, der sich beim Einsatz einer Schwarzlichtlampe graugrün verfärbte. Als Souvenir erhielten einige Kinder die leblosen Hüllen der Vogelspinnen, welche der Referent extra für diese Veranstaltung aufgehoben hatte.

 

Unterwegs im Naturerlebnisgarten Teil 4

Mit einem Klick auf das Bild, erfahrt ihr, was es im Juli 2020 Neues gibt im Naturerlebnisgarten Kleinostheim.

Dauer: etwa 14 min.

Aktivitäten im Naturerlebnisgarten: Teil 3 Juli 2020

Es wird weiter „gelockert“! Dennoch hält sich aufgrund Vorgaben des Kultusministeriums, Hygienevorschriften und Abstandsbestimmungen der Besucherandrang in unserer LBV-Umweltstation in Kleinostheim sehr in Grenzen. Es finden nun einzelne Aktionen und Führungen statt – immer die geltenden Hygienevorschriften im Blick! Ein eigenes Hygienekonzept weist auf weitere Verhaltensregeln und Einschränkungen hin. Trotzdem geht es weiter auf dem 4,2 ha großen Außengelände des LBV-Naturerlebnisgartens. Was im Juli dort im „eingeschränkten Modus“ los war, könnt ihr in unserem Video sehen.

Neuer Turmfalkenkasten am Bernd Hofer-Haus

Der Dauerregen hat Michael Specht vom Schlaraffenburger-Team nichts ausgemacht: souverän montierte er einen neuen Turmfalken-Nistkasten am Bernd Hofer-Haus in Kleinostheim. An dem etwa sieben Meter hohe Metallmast waren ursprünglich Halogenscheinwerfer angebracht. Jetzt befindet sich an dessen Ende eine neue Nisthilfe für den häufigsten Greifvogel Deutschlands. Wie sein Name verrät bevorzugt der Turmfalke gerne hochgelegene Brutplätze. Mit etwa 35 cm Größe gehört er bei uns zu den kleineren Greifvögeln. Oft sieht man ihn bei der Jagd rüttelnd in der Luft stehen, wenn er seine Beute anpeilt, die vorwiegend aus Feldmäusen besteht. Die Art ist bei uns das ganze Jahr anzutreffen. Als ursprünglicher Felsenbewohner besiedelt er seit vielen Jahren auch Türme, hohe Häuser und Scheunen und lebt somit in direkter Nachbarschaft des Menschen.

Gebaut und zur Verfügung gestellt wurde der attraktive Spezialkasten von Dr. Helmut Siegert. Er ließ es sich nicht nehmen, bei der Montage dabei zu sein und unterstützte die Aktion vor Ort. Thomas Staab vom LBV bedankt sich ausdrücklich bei beiden und hofft nun, dass in der nächsten Brutsaison gleich ein Turmfalkenpaar den neuen Nistmöglichkeit annimmt.

 

 

Hier geht es zur LBV-Turmfalken-Webcam

Aktivitäten im Naturerlebnisgarten

Nach wie vor ist die LBV-Umweltstation in Kleinostheim für Besucher aufgrund der Corona-Pandemie leider geschlossen! Die menschenleere Situation ist für uns gerade jetzt im Frühjahr zum eigentlichen Saisonbeginn sehr ungewohnt - beinahe gespenstisch. Dennoch: die Natur und auch Teile des Gartens profitieren von dem Ausnahmezustand. Trotzdem werden selbstverständlich die Instandhaltungs- und Landschaftspflegearbeiten im Naturerlebnisgarten Kleinostheim weiterhin durchgeführt, und das Leben dort geht relativ unbeeindruckt weiter. Ansonsten wartet eine 4,2 ha großes und landschaftlich sehr abwechslungsreiches Gelände mit vielen verschiedenen Lebensraumtypen und spannenden Elementen auf baldige neugierige, interessierte und wissensdurstige Besucher und Entdecker!

Unterwegs im Naturerlebnisgarten April 2020

Obwohl, oder vielleicht auch gerade weil wir derzeit unser Außengelände geschlossen haben, tut sich so einige im Naturerlebnisgarten! Unsere Gänse hatten bisher noch keine Gelege auf den kleinen Schilfinseln zu Stande bekommen. Umso mehr waren wir überrascht, als wir zwei neue Tierarten entdecken konnten: Am See tummeln sich seit einigen Wochen mehrere Nutrias. Dies putzigen Nagetiere sind reine Vegetarier und lassen sich gut beobachten, wenn man sich ruhig verhält.

Zudem hat eine private Wildkamera einige spektakuläre Aufnahmen von Waschbären gemacht. Diese nachtaktiven Tiere sind bei ihrer Nahrungsbeschaffung nicht wählerisch und räubern auch Vogelnester aus. Weil sie zudem zu den invasiven Arten gehören, sind wir nicht besonders begeistert von deren Anwesenheit.

Gerne werden wir Sie in unregelmäßigen Abständen über den fortschreitenden Frühling in unserem Naturerlebnisgarten informieren.

Wir wünschen Ihnen alles Gute. Freuen Sie sich an schönen Beobachtungen bei Ihren Spaziergängen.

Herzliche Grüße

IHR LBV-TEAM KLEINOSTHEIM