Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Aktuelles

Zukunftswerkstatt "Klima" in der Umweltstation

Alle Welt redet vom Klimawandel und das dringend etwas getan werden muss, doch kann ein einzelner Mensch einen Beitrag zur Bewältigung der Klimakrise leisten? Antworten auf diese Frage und Anregungen zum Thema vermittelte eine Fortbildung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) vergangene Woche in der LBV-Umweltstation Naturerlebnisgarten in Kleinostheim. Zur „KLIMA-Zukunftswerkstatt“ hatten die Naturschutzjugend (NAJU), die Jugendorganisation im LBV, und die LBV-Umweltstation Multiplikatoren und Multiplikatorinnen aus der Umweltbildung eingeladen.

 

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigten sich schon gut informiert, da sie bei ihrer täglichen Arbeit in anderen Umweltbildungseinrichtungen natürlich nicht am Thema „Klima“ vorbeikommen. Aktiv und motiviert nahmen sie die neuen Impulse auf, waren angetan von den interaktiven Elementen der Fortbildung und es entwickelte sich ein interessanter Austausch über das facettenreiche Thema. Die Fortbildung fand statt im Rahmen des 2022/23 in der LBV-Umweltstation laufenden Klima-Projektes „Das Klima geht uns alle an!“, was mit diversen Veranstaltungen das Thema in die Öffentlichkeit tragen wird. Sabine Michael, Diplom-Biologin und Umweltbildnerin der Umweltstation, hatte die Schwerpunkte auf Konsum, Ernährung und Plastikvermeidung gelegt und einen guten Mix aus Informationen und Aktionen zusammengestellt. Am Ende der Fortbildung kamen alle zu dem Fazit: Auch wenn die großen Entscheidungen zur Bewältigung der Klimakrise global auf politischer Ebene getroffen werden müssen, so kann und sollte jede/r Einzelne mit anpacken und durch ein verändertes Konsumverhalten mithelfen. Denn: wir haben keinen Plan(eten) B! Diese Fortbildung wird ein weiteres Mal für Jugendgruppenleitungen und andere Interessierte am Freitag, den 01.07.2022, von 9 – 15 Uhr, angeboten. Anfragen können gerne an meike.kempermann@lbv.de gerichtet werden. 

Hofführung: Kultur trifft Natur

Besuch bei einem Wanderschäfer

Der Besuch beim Schäfer Theo Merkel war für alle Beteiligte sehr interessant. Theo war mit seinen 300 Schafen auf einer Wiese in der Nähe des ehemaligen Truppenübungsplatzes unterwegs und erzählte den Gästen von seinem Arbeitsalltag. Heute waren seine Schäferhunde Cora und Enzo dabei, um auf die Tiere aufzupassen. Die beiden wurden von einigen Kindern sofort ins Herz geschlossen. Was die Schafe angeht, so berichtete Theo, dass mit der Wolle derzeit leider kein Geld zu verdienen sei. Das Material wird nach der Schur im Mai mit Sand gemischt und landet auf Reitplätzen und in Reithallen. Lammfleisch stammt von jungen Tieren, die maximal ein Jahr alt werden. Erwachsene Schafe werden selten älter als 10 Jahre. Der ausschlaggebende Faktor sind dann die Schneidezähne bzw. die Futteraufnahme!

Das friedliche Bild mit den grasenden Schafen und der Sonne am Horizont hatte für viele Besucher etwas wildromantisches. Der verantwortungsbewusste Schäfer kennt allerdings auch andere Situationen und muss bei Wind und Wetter bei seiner Herde sein.

Der LBV will mit seinen Besuchen bei Landwirten Verständnis wecken und zur Diskussion einladen. Ein Blick über die Schultern der Bauern in unserer Region öffnet einigen Gästen den Blick und macht manche Dinge verständlich.

 

Die nächste Führung findet am 31.05.2022 statt. Dann besuchen wir unter dem Motto: „Kultur trifft auf Natur“ die Arche Armin am Fußberg zwischen Schweinheim und Haibach.

Die Welt der Honig- und Wildbienen nähergebracht

 Der Wildbienenfreund Dietmar Kampfmann lief zur Höchstform auf, als er im LBV-Naturerlebnisgarten vor den Gästen über sein Hobby sprach! Parallel stand knapp 100 m weiter Helmut Siegert an den Beuten seiner Honigbienen und erklärte, was in den Holzkisten passiert. „Die Honigbienen und ihre wilden Verwandten“ stand im Jahresprogramm des Naturschutzverbandes, der diese Veranstaltung gemeinsam mit dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein anbot. 31 interessierte Menschen waren gekommen, um Wildbienenfreund und Imker über die Schulter zu blicken. Dabei erfuhren sie, auf was es ankommt, wenn man Mauerbiene und Co. helfen möchte und was „absoluter Quatsch“ sei. Dass es oft nicht viel dazu braucht, zeigte „Bienen-Didi“ sehr lebhaft und engagiert an seinem Stand neben dem Wildbienenhotel der Umweltstation. Eine Holzkiste oder ein ausgedienter Schubkasten dient als Rahmen. Hinein kommen geschnittene Stängel aus Staudenknöterich, Bambus oder Fette Henne. Ein engmaschiges Drahtgeflecht verhindert, dass das Wildbienenhotel zur Vogelfutterstation wird!

 

Die Insekten leben einzeln – meist im Boden - bilden also keinen Staat. Sie produzieren auch keinen Honig, sondern tragen Blütenpollen in die Brutröhren ein, damit die schlüpfenden Larven Nahrung haben.

 

Anders ist das bei der Honigbiene. Helmut Siegert öffnet eine Beute und zeigte anschaulich, wie sich das Volk um die Königin organisiert. Rauch aus dem Smoker veranlasst die Insekten, im Bienenstock zu bleiben bzw. dahin zurückzufliegen. Alle Bienen haben verschiedene Aufgaben, aber nur ein Ziel: sich zu vermehren. Aber nur die Königin kann befruchtete Eier legen. Die Drohnen und Arbeiterinnen kümmern sich um die Brut und um genügend Futter in Form von Blütenpollen und Nektar. Daneben gilt es, für eine angenehme Temperatur im Bienenstock zu sorgen und das Volk gegen mögliche Feinde zu verteidigen.

 

Dass Wild- und Honigbienen für uns Menschen einen überlebenswichtigen und kostenlosen Service leisten, nämlich die Blüten an Obst, Sträuchern und Gemüse bestäuben, wurde allen Gästen nach dem Besuch der LBV-Umweltstation klar. Einen gemütlichen Abschluss des Abends gab es bei einem anschließenden Dämmerschoppen vor dem Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins Kleinostheim.

 

1. Offene Gartentür 2022: Kräuterführung und Pflanzenflohmarkt

 

Gleich zu Beginn seiner Kräuterführung durch den LBV-Naturerlebnisgarten durften die Gäste von Roland Mayer die frischen Blätter einer Linde probieren! „Der nussige Geschmack passt gut in den Frühlingssalat“, sagt der Kräuterfachmann. Bei einem gemütlichen Spaziergang über das vielgestaltige Gelände gab es immer wieder kleine Stopps, bei denen Pflanzen erklärt und deren Verwendung in Küche und Medizin besprochen wurden. Auch auf wichtige Unterscheidungsmerkmale z.B. zwischen Bärlauch- und Maiglöckchenblätter wurde hingewiesen. Während die Gruppe mehr über nutzbare Gewächse links und rechts des Weges erfuhren, fand im Kräutergarten der Umweltstation ein Pflanzenflohmarkt statt. Dabei konnten Hobbygärtner gegen kleines Geld oder im Tausch selbstgezogenes Gemüse, Blumen und Stauden weitergeben und ein wenig fachsimpeln. Unterstützt wurde der LBV durch den örtlichen Obst- und Gartenbauverein.

 

Unser Jahresprogramm

Gemeinsam mit der LBV-Regionalgruppe Aschaffenburg-Miltenberg haben wir wieder ein attraktives Jahresprogramm zusammengestellt! Dieses finden Sie zum Download, wenn Sie unten auf den Link klicken. 

Gedruckte Exemplare erhalten Sie in der Regionalgeschäftsstelle in Kleinostheim, sowie in der VHS und der Bibliothek der Stadt Aschaffenburg und in der Goldbacher Filiale der Fa. LÖWER - grün erleben.

WEBVERSION_LBV-Um_Jahresprogramm_2022_01
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Naturschutzverbände renovieren Infotafeln

 

In einer Gemeinschaftsaktion haben die beiden Naturschutzverbände Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Bund Naturschutz (BUND Bayern) zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde die Infotafeln am Plattenberg bei Kleinwallstadt hergerichtet. Während die Bauhofmitarbeiter einige Pfosten erneuerten, wurden die Holztafeln von den beiden Bundesfreiwilligen des LBV, Jannik Nebel und Silijan Brückner neu lasiert. Matthias Staab vom BN (Bildmitte)) hilft dabei. Einen Teil der Materialkosten übernahm der BN. Nun wirken die ursprünglich im Jahr 1997 aufgestellten Schilder in frischem Anblick und erfreuen rechtzeitig zum Frühling die Spaziergänger am Plattenberg.

Foto: Thomas Staab/LBV

 

Naturerlebnisgarten wird Teil des bundesweiten Netzwerks BildungKlima-plus-56

Der Klimawandel ist einer der großen aktuellen Herausforderungen der Menschheit. Die Folgen sind schon heute sichtbar und spürbar. Es ist geboten, dass alles getan wird, um ihn zu stoppen. Diesem Thema wollen wir uns durch die Mitwirkung in dem Projekt BildungKlima-plus-56 noch stärker annehmen - u.a. in unserem Modellprojekt "Das Klima geht uns alle an!", aber auch in unseren anderen Veranstaltungen.

 

Mit dem Projekt BildungKlima-plus-56 wird das 2017 gegründete Bildungsnetzwerk für Klimaschutz um weitere 56 assoziierte BildungszentrenKlimaschutz erweitert. Dieses Netzwerk hat das Ziel, die Anzahl der Bildungsangebote zum Klimaschutz bundesweit zu erhöhen und qualitativ weiterzuentwickeln. Es sollen Bildungsangebote und Fortbildungen zum Thema Klimaschutz an außerschulischen Lernorten angeboten werden, damit Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Treibhausgasemissionen senken. Zudem machen sich die BildungszentrenKlimaschutz auf den Weg zur Klimaneutralität.

Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung geleistet werden. Das Projekt wird im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

 

Wir freuen uns Teil dieses Netzwerks zu sein und gemeinsam etwas für den Klimaschutz zu bewegen! 

 

Mehr Infos zum Projekt: https://16bildungszentrenklimaschutz.de/projekt/

 

 

Möchten Sie regelmäßig über das Projekt „BildungKlima-plus" und die Arbeit des Netzwerkes der BildungszentrenKlimaschutz wie Fortbildungstermine und neue Aktivitäten im Bereich Klimabildung informiert werden? Dann abonnieren Sie den Newsletter: https://16bildungszentrenklimaschutz.de/weitertragen/newsletter/

Unsere Schwerpunkte bis 2025 sind neu definiert!

Unsere Schwerpunkte bis zum Jahr 2025 wurden neu festgelegt und definiert.

Mit einem Klick auf den Link (unter dem Bild) erhalten Sie die Datei zum Download.

LBV-Schwerpunkte-2025_ONLINE.pdf
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