Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Aktuelles

Wir müssen Abschied nehmen

(Foto: Familie Wurster)
(Foto: Familie Wurster)

Wir müssen viel zu früh Abschied nehmen von einem wunderbaren Menschen und einer sehr geschätzten Aktiven in unserem Verband. 

Lieselotte hat uns viel gegeben, als Delegierte, 2. Vorsitzende der Ortsgruppe Aschaffenburg, in Naturschutz-Projekten und vielen interessanten Gesprächen.

Ihr Herz schlug für Schmetterlinge & Co., ihre Passion war die Naturfotografie – in unserem Arbeitskreis Schmetterlinge hat sie ihre Spuren hinterlassen. In der Ortsgruppe Aschaffenburg war sie über viele Jahre eine wichtige Säule. Lissy wollte nie bequem sein. Sie hat sich immer klar für das Richtige und Wichtige stark gemacht. 

 

Lissy fliegt nun mit den Schmetterlingen über die Wiesen. Sie wird uns immer in Erinnerung bleiben. 

Unser tiefes Mitgefühl ist bei ihrem Mann Clemens, ihren Söhnen und der gesamten Familie.

Neue BNE-Fachkraft im Team

Victoria Schuler als Elternzeitvertretung

Seit dem 15. April hat unser hauptamtliches Team Zuwachs bekommen. Victoria Schuler (hier rechts im Bild)übernimmt  als Elternzeitvertretung für Clara Bartke (links) vorrangig Umweltbildungsaufgaben in unserer Umweltstation übernehmen. Meike Kempermann übernimmt in Vertretung die naturschutzfachlichen Themen von Clara. Mitte Mai hat sich Clara für ca. 1 Jahr in Mutterschutz und Elternzeit verabschiedet.

Alles Gute und bis bald, liebe Clara!

Herzlich willkommen, liebe Vicky! 


Spaziergang mit Frauen aus aller Welt

Mit GESTA

Im April fand bereits zum fünften Mal ein „Spaziergang für Frauen aus aller Welt“ statt. Am Dienstag, den 21.04., trafen sich 17 Frauen, viele davon waren von GESTA gekommen, an der LBV-Umweltstation in Kleinostheim. Dort wurden sie von der Leiterin der Umweltstation, der Biologin Sabine Michael, gemeinsam mit ihrer Tochter Ina sowie der Praktikantin Bianca Hein herzlich begrüßt.

In einer Vorstellungsrunde berichteten die Teilnehmerinnen von ihren Namen, Wohnorten und Herkunftsländern. Die Gruppe war bunt gemischt – Frauen aus Deutschland, Iran, Afghanistan und Syrien nahmen teil.

Nach einem kurzen Spaziergang zum Naturerlebnisgarten gab Sabine Michael zunächst eine Einführung und erklärte anhand einer Schautafel das Gelände. Anschließend ging es gemeinsam durch den Garten, wo die Frauen unter Anleitung von Bianca essbare Kräuter sammelten. Dabei erfuhren sie nicht nur, welche Pflanzen genießbar sind, sondern auch, wie man sie zubereitet und verwenden kann. So lernten sie beispielsweise den Spitzwegerich kennen, dessen zerriebene Blätter bei Insektenstichen den Juckreiz lindern kann.

Auch aus den Hochbeeten und von der Kräuterspirale wanderten verschiedene Kräuter, in die Körbchen. Zur Dekoration wurden zusätzlich Gänseblümchen und wilde Löwenzahnblüten gesammelt.

Am Insektenhotel erklärte Sabine Wissenswertes über dessen Bewohner, insbesondere über Wildbienen. Viele Teilnehmerinnen waren überrascht, die kleinen Löcher im Boden zu entdecken, in denen Sandbienen leben – zuvor hatten sie diese kaum wahrgenommen.

Ein besonderes Erlebnis war das Probieren junger Lärchennadeln am Baum-Pfad: Die Frauen waren erstaunt über den frischen, leicht zitronigen und aromatischen Geschmack.

Auf einer Streuobstwiese nutzte die Gruppe die Gelegenheit für eine kleine aktive Pause. In einem Kreis wurden gemeinsam Gymnastik- und Yogaübungen durchgeführt – eine willkommene Abwechslung in der Natur.

Auf dem Weg zum Picknickplatz wurden immer wieder Pflanzen bestaunt und zahlreiche Fragen gestellt. Schließlich wurde das Picknick vorbereitet: Auf bereitgestellten Schneidbrettchen hackten die Frauen die gesammelten Kräuter klein und rührten sie in eine bereitgestellte Quark-Schmand-Mischung. Mit Gänseblümchen dekoriert entstand so ein appetitlicher Kräuteraufstrich.

Hungrig setzten sich alle an die Tische, wo bereits frisches Baguette bereitstand. Die Scheiben wurden großzügig mit dem selbstgemachten Kräuterquark bestrichen – und fanden großen Anklang bei allen. Ergänzt wurde das Buffet durch mitgebrachte Speisen der Teilnehmerinnen. In geselliger Runde wurde probiert, gelacht und sich ausgetauscht.

Wie im Flug verging die Zeit, und bald stand der Heimweg an. Zuvor bedankten sich alle herzlich bei Sabine Michael und ihrem Team für die gelungene Führung. Die Frauen zeigten sich begeistert und freuten sich, ein weiteres Stück heimischer Natur kennengelernt zu haben.

Ein besonderer Dank ging auch an Konny Tulaj-Hock von GESTA sowie an Christine, die den Spaziergang organisiert hatten. Die Vorfreude auf den nächsten gemeinsamen Ausflug ist bereits groß – und auch das Organisationsteam stellte einen weiteren Spaziergang in diesem Jahr in Aussicht.

Text: Christine Uhl (GESTA)

Fotos: Ursula Reus (GESTA)

Abschied Thomas

Liebe LBV-Familie,

nach über 25 Jahren im Dienst des LBV geht mein berufliches Wirken für unseren wunderbaren Naturschutzverband langsam zu Ende! Sabine Michael wird die Leitung der Umweltstation übernehmen. Ich wünsche ihr dabei alles Gute und eine glückliche Hand. Ich würde mich freuen, wenn sie diese wichtige Einrichtung in den nächsten Jahren ebenfalls weiterentwickeln wird.

Am 01. Oktober 2000 konnte ich – damals eingestellt als ABM-Kraft - mein Hobby zum Beruf machen. Ich darf rückblickend behaupten, dass mir die Arbeit – bis auf sehr wenige Ausnahmen – sehr viel Freude bereitet hat. Worte wie Motivation, Loyalität und Herzblut kann man nicht in einer Stellenausschreibung fixieren – sie waren für mich allerdings in all den Jahren persönlicher Antrieb und zählten zu einer selbstverständlichen Wertschätzung meinem Arbeitgeber gegenüber.

Und: ich habe vieles für meine Persönlichkeitsentwicklung dazugelernt:

•             Menschenkenntnis und den

•             Umgang mit vielen unterschiedlichen Charakteren,

•             Verantwortung zu übernehmen,

•             Improvisationskunst zu entwickeln und dabei auch

•             wichtige Entscheidungen zu treffen sowie

•             unsere Heimat schätzen und lieben zu lernen

•             und diese Liebe weiterzugeben

sind nur einige Punkte, die ich hier nennen möchte.

Bestimmt konnte ich ein wenig dieser Begeisterung für meine Heimatliebe, der Verbundenheit zur Natur und einen sorgsamen Umgang mit unserer Umwelt und Mutter Erde an die vielen tausend Besucher des Naturerlebnisgartens weitergeben.

Zwischenzeitlich hat sich der LBV von einem „Familienbetrieb“ zu einem „mittelständischen Unternehmen“ weiterentwickelt. Immer im Blickfeld: die Gemeinnützigkeit im Sinne der bayerischen Natur und Umwelt – unsere Heimat!

In all den Jahren kamen einige tausend junger Menschen, meist Schüler*innen in den Naturerlebnisgarten, um dort von und mit der Natur zu lernen. Die meisten sind mittlerweile sicherlich verheiratet und haben eine Familie gegründet – begleiten also die nächste Generation. Ich hoffe sehr, dass ich bei den unzähligen Schulklassenveranstaltungen einen kleinen Impuls geben konnte, um unsere Natur und Umwelt ein Stück zu verstehen, zu begeistern und dadurch künftig verantwortungsbewusst zu handeln. Ganz nach dem Motto: Global denken, lokal handeln!

Viele Klassen verabschiedete ich mit Blick in die Zukunft mit den Worten: „Macht`s gut – aber macht`s besser!“ Vermutlich sehr abstrakt für viele Kinder.

Nach so langer Zeit beim LBV werde ich unserem Verband natürlich erhalten bleiben. In welcher Form ist für mich aktuell noch nicht ganz klar. Jetzt sind erst einmal jüngere Menschen dran mit neuen Ideen den LBV und die Umweltstation in der Region weiterzuentwickeln. In diesem Sinne darf ich mich bei euch allen mit Wehmut, Stolz und auch Freude für euer Engagement und die wundervolle Zusammenarbeit sehr herzlich bedanken. Ich wünsche uns allen eine gesunde Natur und lebenswerte Umwelt und viel Freude und Erfolg bei unserer wichtigen Arbeit.

Meinen nachfolgenden Mitarbeiterinnen wünsche ich alles Gute und ebenfalls sehr viel Freude in ihrem beruflichen Alltag.

Euer Thomas / Ihr Thomas Staab

Euer Team in der Umweltstation und Regionalgeschäftsstelle

Unser Team, hier noch mit Thomas Staab. Zu sehen (vorn rechts nach links) sind Sabine Michael, Thomas Staab, Jürgen Wolters, Karin Philipp, Hermann Bürgin, Bianca Hein, Clara Bartke und Meike Kempermann.
Unser Team, hier noch mit Thomas Staab. Zu sehen (vorn rechts nach links) sind Sabine Michael, Thomas Staab, Jürgen Wolters, Karin Philipp, Hermann Bürgin, Bianca Hein, Clara Bartke und Meike Kempermann.

Während der ehemalige Leiter der Umweltstation Thomas Staab seinen wohlverdienten Ruhestand hoffentlich in vollen Zügen genießt, geht es beim Team des LBV Untermain mit alter und neuer Kraft weiter. 

Die langjährige LBV-Bildungsreferentin Sabine Michael übernimmt die Leitung der Umweltstation und freut sich auf die neuen Aufgabenbereiche in der Umweltstation. Die Verwaltungskraft Karin Philipp hat seit Jahrzehnten die Terminorganisation in der Umweltstation im Griff und ist die erste Ansprechperson für alle Belange. Der Mitarbeiter in der Geländepflege Hermann Bürgin sorgt mit Hilfe des Ehrenamtlichen Jürgen Wolters weiterhin für die Instandhaltung und Weiterentwicklung des 4,2 ha großen Außengeländes der Umweltstation. Unterstützt wird die Umweltstation derzeit noch von der Praktikantin Bianca Hein. Neu im Team der Umweltstation ist ab dem 15. April Victoria Schuler (noch nicht im Bild).

Schon lange für den LBV vor Ort aktiv und nun frisch im Team der Regionalgeschäftsstelle und Umweltstation angekommen: Meike Kempermann und Clara Bartke. Beide bringen viel Erfahrung aus ihrer bisherigen Arbeit im Naturschutz mit und bleiben weiterhin eng mit unseren Ehrenamtlichen im Austausch und in gemeinsamer Aktion verbunden. Gleichzeitig erweitern sie nun ihren Wirkungskreis und übernehmen neue Aufgaben im Team am Untermain. Clara übernimmt zusätzlich die Leitung der Regionalgeschäftsstelle.

Wir freuen uns auf die gute Zusammenarbeit in der neuen Konstellation und sind nun für alle eure Belange, egal ob es um die Bildung oder die naturschutzfachliche Tätigkeit geht unter der Email [email protected] und der Telefonnummer 06027/4090796 erreichbar.

 

Still ruht der See - unser Naturerlebnisgarten ist (noch) im Winterschlaf

Weil`s um mehr als Geld geht. Die Natur entdecken und dabei gleichzeitig etwas lernen!

Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg unterstützt seit vielen Jahren die LBV-Umweltstation

Bereits seit 2011 bietet die Sparkasse den Grundschulen die Möglichkeit, die Natur näher kennen zu lernen und besser zu verstehen. Im Rahmen dieses Umweltunterrichtes führt der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) mit seiner Umweltstation in Kleinostheim als kompetenter Kooperationspartner jahreszeitlich und nach Schuljahrgängen gegliederte Aktionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten durch.

Neben dem Kennenlernen der Streuobstwiese als wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere haben die Kinder die Möglichkeit, die Biotope Hecke, Wiese, Wasser auf spielerische und kreative Art und Weise vor Ort und "live" zu erleben. Ob die GPS-Schatzsuche mit kniffligen Aufgaben, das Apfelsaftpressen auf der Streuobstwiese oder als Klimakids unterwegs in der Natur - das Angebot findet stets großen Anklang bei den Schülerinnen und Schülern.

Gerne unterstützt die Sparkasse die Durchführung des Umweltunterrichtes auch in diesem Jahr. Durch eine Spende in Höhe von 9.450,00 Euro sowie einem Sponsoring in gleicher Höhe an den LBV konnten 115 Veranstaltungen im Jahr 2025 durchgeführt werden.

 

Hierdurch können die Grundschülerinnen und -schüler die lehrplanrelevanten Themen hautnah erleben.

Im Jahr 2025 wurde das Durchführungsgebiet auf den Landkreis Miltenberg ausgedehnt und die Anzahl der durchgeführten Veranstaltungen erhöht.

Thomas Staab und Sabine Michael von der LBV-Umweltstation freuen sich sehr über die langjährige finanzielle Unterstützung und die fruchtbare Kooperation mit der Sparkasse. Das Geld ist hier sehr gut angelegt und in die (Umwelt-) Bildung unserer Kinder investiert!

 

Foto: Jennifer Jungwirth/Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg

 

Text: Monika Pfaff/Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg und Thomas Staab/LBV