Meldungen 2015

Hochsaison beim Apfelpressen

Schüler der Mozart Schule Obernau sind mit Begeisterung dabei...!
Schüler der Mozart Schule Obernau sind mit Begeisterung dabei...!

Bis Ende Oktober laufen sie noch, die beliebten Apfelsaftaktionen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV). Finanziert von der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau und von der Stadt Aschaffenburg konnten über 30 Schulklassen und Kindergartengruppen erleben, wie aus einer regionalen Frucht, ein leckerer und gesunder Saft wird.

Die Streuobstwiesen an der Ludwigsallee, eine bei Obernau oder die im LBV-Naturerlebnisgarten Kleinostheim bieten eine herrliche Kulisse für die Veranstaltungen.

Die Teilnehmer sind aktiv dabei, wenn es darum geht, die Äpfel zu waschen, sie kleinzuschneiden, sie dann durch die Obstmühle zu drehen, um die Maische schließlich mit der Obstpresse zu Saft zu  verarbeiten. Dabei entsteht unter Einsatz vieler Kräfte aus einer regional bedeutsamen Frucht ein köstliches traditionelles und gesundes Getränk.

Dazwischen finden immer wieder kleine Spiele statt. So kommen ein Zauberapfel und ein Apfelpuzzle zum Einsatz: entsprechend eingeschnittene Äpfel sollen von den Schülern wieder richtig zusammengesetzt werden.

Neu im Programm ist die GPS-Schatzsuche auf der Streuobstwiese. Um an die Koordinaten und letztlich ans Ziel zu kommen, müssen die Schüler Aufgaben bewältigen und Fragen richtig beantworten.

 „Für uns als Naturschutzverband ist es wichtig, auf den schwindenden Lebensraum Streuobstwiese mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt aufmerksam zu machen. Der Steinkauz - eine kleine Eulenart, die in Bayern ganz oben auf der Roten Liste steht und als „Vom Aussterben bedroht“ gilt  – steht im Mittelpunkt und stellvertretend für andere Arten“, so Thomas Staab von der LBV-Umweltstation Naturerlebnisgarten in Kleinostheim.

 

Zum Kurzvideo zum Apfelsaftpressen mit der Astrid Lindgren Schule (2014)

Auf den Spuren von Biber, Eisvogel und Wasseramsel

Text/Bilder: Günter Farka
Text/Bilder: Günter Farka

Reichliche Einblicke in die Lebensräume von Biber, Wasseramsel, Eisvogel und Co. bekamen die Teilnehmer bei dieser 2,5 stündigen Wanderung entlang der Mud zu sehen. Der Naturschutzwächter und Biberbeauftragte des Landkreises Miltenberg, Wolfgang Neuberger begann die Führung mit zahlreichen Informationen über dieses Säugetier, das in Deutschland bereits kurz vor seiner Ausrottung stand, sich aber dank Einbürgerungsmaßnahmen erfolgreich ausbreiten konnte. So gibt es im Landkreis Miltenberg mittlerweile wieder 20 Reviere dieser streng geschützten und scheuen Tierart. Um dennoch ein Exemplar zu Gesicht zu bekommen, enthüllte der Biberexperte zur Überraschung der Teilnehmer ein mitgebrachtes Präparat, das sich im  Kofferraum seines Fahrzeugs befand. Gleich zu Beginn erfuhren die Teilnehmer, dass auf einem cm² Biberfell 23.000 Haare wachsen und wie der eitle Biber dieses mit seiner speziell hierfür geteilten Kralle pflegt. Jeder durfte sich anhand eines präparierten Biberschädels von der Schärfe seiner Schneidezähne überzeugen, die nicht wegen mangelnder Zahnpflege sondern dem darin enthaltenen oxidierten Eisen bräunlich gefärbt sind. Was diese Zähne zu leisten vermögen, wurde anschaulich, als plötzlich ein vom Biber gefällter Baum quer über dem Weg lag. Diese und andere Spuren des Nagers, wie Burgen und Biberrutschen bekommt der aufmerksame Naturbeobachter häufiger zu Gesicht als den dämmerungs- und nachtaktiven Baumeister selbst. Neben dem Menschen ist der Biber somit das einzige Lebewesen, das seinen Lebensraum aktiv verändert und gestaltet, der allerdings nur Dämme anlegt, wenn das Wasser nicht tief genug ist.

Als weitere Bewohner dieses Lebensraumes wollten sich Eisvogel und Wasseramsel allerdings heute nicht zeigen. Doch entschädigte eine nahrungssuchende Gebirgsstelze die Teilnehmer, die abschließend nochmal zum Fernglas griffen um diese zu beobachten. Zuvor überflog der Wanderfalke aus der benachbarten Felswand die Exkursionsgruppe und sorgte damit für eine weitere nicht gerade alltägliche Naturbeobachtung. 

 

Weitere Aktionen der LBV-Kreisgruppe Miltenberg

Urban Priol ist "Pro Wäldchen"

Nicht nur über 2.300 Bürger  der Region, sondern auch Urban Priol als Prominenter spricht sich eindeutig für den Erhalt des Glanzstoffwäldchens aus!

Die Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Wäldchen“ zeigten medienwirksam ihre Entschlossenheit, den Wald als Ganzes zu erhalten. Die Firma „Industriecenter Obernburg“  (ICO) plant stattdessen ein riesiges Logistikzentrum mit überregionaler Bedeutung.

 

Bericht im MAIN-ECHO vom 26.01.2015

Der LBV zeigt Flagge!

Unter dem Motto: Aschaffenburg ist bunt haben sich einige LBV-Mitglieder an einer Demonstration am Stiftsplatz Aschaffenburg beteiligt. Unser Slogan „Leben braucht Vielfalt“ passte dabei wie die Faust aufs Auge!

Richard und Ellen Kalkbrenner positionierten sich zusammen mit Meike Kempermann  und setzten damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für mehr Toleranz.

Hier geht es zum Bericht vom MAIN-ECHO

Neues Jahresprogramm 2015 veröffentlicht

Endlich ist es da: das neue Jahresprogramm 2015! Damit bieten wir wieder eine Menge attraktiver Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema Natur.

Aufgrund unserer diesjährigen Jubiläen (30 Jahre Umweltbildung und 20 Jahre Umweltstation Kleinostheim), laden wir bereits heute zu dem Highlight des Jahres ein:

Am 28. Juni heißt es wieder KUNST&NATUR. Über 20 Künstler aus der Region zeigen ihre Werke auf dem attraktiven Gelände des Naturerlebnisgartens in Kleinostheim.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher unserer Veranstaltungen und natürlich auf SIE und Ihre Familie.

Zum Download des Veranstaltungsprogrammes
Veranstaltungsprogramm_2015_web.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.0 MB

Hör mal, wer da hämmert!

Text/Bild: Meike Kempermann
Text/Bild: Meike Kempermann

Gelungene Kooperation zwischen LBV und Schreinerei in Goldbach

Das frühe Aufstehen am Donnerstagmorgen in den Ferien hatte sich gelohnt. Sechs Kinder und Jugendliche hämmerten, bohrten und schleiften um die Wette, um ihren eigenen Vogelnistkasten zu bauen. Eingeladen zu dieser Aktion hatten der LBV und Schreinermeister Wolfgang Olbrich in seine Werkstatt nach Goldbach.

Bevor es mit der Werkelei losging, begrüßte Ellen Kalkbrenner (LBV) die Kinder und ihre Begleiter. Im lockeren Gespräch fragte sie nach, welche Vogelarten die Kinder kennen und welche sie im eigenen Garten schon gesehen haben. Amsel, Kohlmeise, Blaumeise und Rotkehlchen zeigten die Kinder auf dem mitgebrachten Plakat. Interessiert hörten sie, dass die Nistkästen ein Ersatz für fehlende Baumhöhlen sind und dass der Durchmesser des Einfluglochs im Nistkasten bestimmt, welche Vogelart in die künstliche Höhle einziehen kann. Für ihren eigenen Kasten konnten die Kinder später entscheiden, wie groß der Höhleneingang sein soll. Alternativ konnte auch eine sogenannte Halbhöhle gebaut werden, ein Nistkasten, der vorne halb offen ist und z. B. für Hausrotschwanz oder Rotkehlchen gedacht ist.

Unterwegs im Reich der Steinkäuze

Text/Bild: Günter Farka
Text/Bild: Günter Farka

Eulen und Käuze, nächtliche Stimmen und Geräusche waren am vergangenen Freitag Thema des Abendspazierganges der LBV-Kreisgruppe Miltenberg und des Erlenbacher Naturschutzvereins in das Mechenharder Streuobstgebiet. Peter Waigand führte die 16 Teilnehmer durch einen der artenreichsten Lebensräume unserer Kulturlandschaft. Nicht nur der seltene Steinkauz, sondern auch viele andere Vogelarten wie Gartenrotschwanz und Wendehals sind hier zuhause. Umso enttäuschender ist es, dass immer wieder große Teile dieses einzigartigen Lebensraumes, der wie kein anderer unsere Kulturlandschaft prägt, Baugebieten und Straßenbaumaßnahmen zum Opfer fallen.

Dem Biber auf der Spur

Ein Biber-Präparat verdeutlicht die Größe des Nagers, Foto: Hermann Bürgin
Ein Biber-Präparat verdeutlicht die Größe des Nagers, Foto: Hermann Bürgin

400 Jahre lang war er aus unserer Heimat am Untermain verschwunden; nun ist er zurück: Meister Bockert – der Biber. Eine Erfolgsgeschichte in Sachen Wiederansiedlung, denn alleine in Bayern gibt es wieder etwa 18.000 Tiere, ca. 80 davon leben bei uns am Untermain.

Knapp 60 interessierte Gäste konnten sich von den Aktivitäten des Nagers vor Ort ein Bild machen. Thomas Wolf, Biberbeauftragter im Landkreis Aschaffenburg, führte die Teilnehmer entlang der Gersprenz in Stocktstadt und erklärte die heimliche Lebensweise des Bibers.

Wolf beobachtet bereits seit einigen Jahren die unübersehbaren  Nagespuren am Ufer des kleinen Flüsschens. Auch die Biberburg als deren Behausung ist ihm bekannt. „Die sieht aus, wie ein großer Reisighaufen“, erklärt der Experte und führte absichtlich nicht an der Burg vorbei, um Störungen zu vermeiden.

Die interessierten Gäste kamen aus dem gesamten Landkreis, stellten viele Fragen und erfuhren dabei viel Wissenswertes über den großen Nager.

Text: Thomas Staab

Wasservogeljagd einmal anders

Text/Bild: Thomas Staab/LBV (22.02.2015)
Text/Bild: Thomas Staab/LBV (22.02.2015)

Nicht alles, was auf dem Wasser schwimmt, darf später auf dem Küchentisch landen! 

Profitieren von den langjährigen Erfahrungen einiger Naturschützer konnten  …  Teilnehmer der Jagdausbildung. Auf Einladung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) trafen sich die angehenden Jäger am vergangenen Sonntag in Niedernberg (Lkr. Miltenberg),  um gemeinsam mit den LBV-Aktiven Gerd Andres, Roland Mayer und Thomas Staab auf die Jagd nach Wasservögeln zu gehen. Anstatt einer Schrotflinte hatten die Exkursionsgäste allerding ihre Ferngläser dabei. "Die unterschiedlichen Wasservögel genau ansprechen um  Verwechslungen vorzubeugen", ist das erklärte Ziel laut Christina Bathon, Ausbilderin Naturschutz und Waffenhandhabung der Jagdschule Spessart.

Keine einfache Aufgabe, geht es doch oft nur um Sekunden zwischen Erkennen einer Ente und dem folgenden Schuss!  Dass Ente nicht gleich Ente ist, zeigte Andres am lebenden Objekt auf dem Wasser von Main und an den Niedernberger  Kiesseen. Während der Tour konnten die Teilnehmer unter anderem Reiherente, Schellente, Haubentaucher, Höckerschwäne und verschiedene Gänsearten beobachten.

Wasser ist Leben - Aktionen zum Weltwassertag 2015

Auf der Jagd nach Wasserskorpionen
Auf der Jagd nach Wasserskorpionen

Über 70 Schüler der Ascapha-Schule aus Mainaschaff erlebten in der LBV-Umweltstation Kleinostheim einen interessanten Tag zum Thema Wasser. Im Rahmen des Internationalen Wassertages fand hierzu wieder eine Aktion im Naturerlebnisgarten statt. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bot in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg (WWA) den Kindern Einblicke in die Wasserwelt.

Vorfrühlings-Vogelstimmenwanderung in Kleinwallstadt

Foto: Matthias Staab
Foto: Matthias Staab

Trotz kühlen vier Grad und kaltem Ostwind beteiligten sich vergangenen Sonntag elf Erwachsene und die kleine Johanna an einer Vorfrühlings-Vogelstimmenwanderung in Kleinwallstadt. Eingeladen hatten Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Bund Naturschutz (BN). Geführt wurde die Gruppe von Hobbyornithologen Gerd Andres. Während der 3,5 stündigen Wanderung durch verschiedene Lebensräume kamen bei der Schussbilanz immerhin über 30 verschiedene Vogelarten zusammen.

Neben sogenannten "Allerweltsarten" wie Blaumeise, Amsel, Star und Buchfink, konnten auch einige nicht so alltägliche Vögel  wie Kolkraben (der größte heimische Singvogel) und drei Rotmilane beobachtet werden. Als Highlight wurde ein einzelner ziehender Kiebitz am Himmel entdeckt. "Diese Vogelart war früher ein häufiger Wiesenbrüter", erklärte Andres. Heute sehe man den Kiebitz nur sehr selten bei uns - schon gar nicht als Brutvogel, so der Vogelschützer weiter.

Als Frühlingsboten zeigten sich Hausrotschwanz und Zilzalp, der seine eintönige Strophe vielerorts hören lies. "Beide sind Zugvogelarten, die jetzt von ihrem Winterquartier wieder zurück kommen", erfuhren die Teilnehmer. Anhand singender Vögel lässt sich durchaus der Fortschritt des Frühlings dokumentieren. "Als nächstes steht wohl die Ankunft der Mönchsgrasmücke bevor", so Thomas Staab vom LBV, der auf den melodiösen Gesang diese unscheinbaren Vogels wartet.

Die nächste Vogelstimmenwanderung in Kleinwallstadt findet traditionell wieder an Muttertag statt. Dann laden LBV und BN bereits um 5:30 Uhr ein, die Welt der heimischen Singvögel zu entdecken.  "Bei entsprechendem Wetter ist dann wieder ein Frühstück unter freien Himmel geplant", freut sich Matthias Staab, Vorsitzender des BN Kleinwallstadt.

Text: Thomas Staab

Startschuss für eine gewinnbringende Zusammenarbeit - Igel steht im Mittelpunkt

Von links: Jenny Kummer, Richard Kalkbrenner, Thomas Staab, Ellen Kalkbrenner, Sabine Michael
Von links: Jenny Kummer, Richard Kalkbrenner, Thomas Staab, Ellen Kalkbrenner, Sabine Michael

Der Einladung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) folgte Frau Jenny Kummer gerne. Als Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege sieht sie einige interessante Schnittmengen bei einer Kooperation mit dem Naturschutzverband.

Bei einem konstruktiven Gespräch zwischen Richard und Ellen Kalkbrenner von der LBV-Kreisgruppe Aschaffenburg und Thomas Staab und Sabine Michael von der Regionalgeschäftsstelle des LBV mit Sitz in Kleinostheim wurden nicht nur gemeinsame Schnittmengen entdeckt, sondern auch gleich konkrete Ziele besprochen.

Ein Diorit für die Umweltstation

Anlieferung der schweren Diorit-Steine
Anlieferung der schweren Diorit-Steine

Zum 20 jährigen Jubiläum der Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Kleinostheim, schenkte der Bürgermeister der Gemeinde Laufach, Friedrich Fleckenstein dem Naturerlebnisgarten zwei mehrere hundert Kilogramm schwere Diorit-Steine.

Thomas Staab, Leiter der LBV-Umweltstation freut sich  über das Geschenk: „Damit wächst unsere Geologieabteilung auf mittlerweile elf verschiedene Gesteinsarten“.  Diese sollen nun in Zusammenarbeit mit dem Geologen Joachim Lorenz beschriftet werden, damit die Gäste einige Informationen darüber erhalten.

Der Diorit ist ein magmatisches Tiefengestein und wurde in der Antike vor allem handwerklich genutzt. Man stellte Säulen, Tempel, Treppenstufen und Kunstgegenstände her. Aufgrund seiner Härte lässt sich der Stein allerdings nur schwer bearbeiten. Heute wir die Gesteinsart für Kanten- und Pflastersteine im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt.

Mit Salamandern auf Tuchfühlung

Feuersalamander
Feuersalamander

Zu einem ganz besonderen Naturerlebnis hat die Kreisgruppe Miltenberg des Landesbund für Vogelschutz am vergangenen Sonntag nach Klingenberg eingeladen. Wie auf Bestellung schlug das Wetter am Vortag um, brachte in der Nacht den notwendigen Regen und sorgte so für optimalen äußeren Voraussetzungen für die Sichtung von Feuersalamandern. Ohne Regenschirm konnten die 16 Teilnehmer den morgendlichen Spaziergang durch die Seltenbachschlucht genießen. Geführt wurde die Gruppe von Günter Farka, der die Lebensweise unseres größten heimischen Lurches erläuterte.

250 Besucher beim Pflanzenflohmarkt

Trotz kurzem Regenschauer folgten etwa 250 Pflanzen- und Naturfreunde der Einladung von LBV und dem örtlichen Obst- und Gartenbauverein und kamen am Sonntagnachmittag in den Naturerlebnisgarten ins Sport- und Freizeitgelände nach Kleinostheim.

Im Rahmen der „Offenen Gartentür“ übernahm Roland Mayer eine Kräuterführung und erklärte dabei die Inhaltsstoffe bzw. gab Tipps über die Verwendung der einzelnen Arten in Küche und Medizin. Dass der Referent auch gut und gerne kocht, stellte er mit einem  mitgebrachten leckeren und bunten Wald- und Wiesenkräuterquark unter Beweis, den die Gäste probieren durften.

Der neunjährige Felix kannte sich mit den Kräutern ebenfalls gut aus. Er erkannte zumindest gleich den Cola-Strauch: „Der riecht wie Cola-Gummibärchen, wenn man an den Blättern reibt“.

Elisabeth Eizenhöfer und ihre Vereinskollegin Frau Stadtmüller (beide vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein 1890 e.V.) boten Kindern die Möglichkeit, mit Kresse-Samen und Backförmchen tolle geometrische Ansaaten zu gestalten. Zusätzlich durften die kleinen Gärtner verschiedene Blumensamen, wie Sonnenblumenkerne und Ringelblumen in Töpfchen sähen, um diese mit nach Hause zu nehmen. An großen, bunten Plakaten konnten die Kinder heimisches Obst und Gemüse betrachten.

Daneben wechselte beim Pflanzenflohmarkt die eine oder andere überzählige Gartenpflanze den Besitzer.  Viele Gäste nutzten die Gelegenheit für einen Rundgang im 4,2 ha großen Naturerlebnisgarten.

„Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung“, freut sich Thomas Staab, der die LBV-Umweltstation leitet. Die Mitarbeiterinnen vom Obst- und Gartenbauverein können dieser Aussage nur anschließen und wären auch im nächsten Jahr als Kooperationspartner bereit, gemeinsam einen Pflanzenflohmarkt auf dem attraktiven Gelände des Naturerlebnisgartens durchzuführen.

Natur, Wein und südländisches Flair - Exkursion in den Erlenbacher Weinbergen

Foto: Christian Zimmermann
Foto: Christian Zimmermann

Mit Winzer Reinhold Hillerich und Peter Waigand auf Entdeckungstour durch die Erlenbacher Weinberge.

Im Weinberg gibt es viel zu entdecken. Von Ameisenlöwe bis Zippammer bewohnen zahlreiche wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten den steinreichen Lebensraum mit seinen Buntsandsteinterrassen. Bei der Weinbergsexkursion der LBV-Kreisgruppe Miltenberg und des Erlenbacher Naturschutzvereins erfuhren die 50 Personen viel Wissenswertes über den Weinanbau und die Naturschätze dieser wärmebegünstigten Lage. Begleitet wird diese schon traditionelle Wanderung immer von einem örtlichen Winzer, der über den Weinanbau erzählt und bei der anschließenden Weinprobe die Ergebnisse seiner mühevollen Winzerarbeit verkosten lässt. In diesem Jahr war Reinhold Hillerich der Gastgeber, der auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer nach der Exkursion sorgte.

Text: Günter Farka

Botschafter für die Natur gesucht!

Naturbotschafter Roland Mayer "bei der Arbeit"
Naturbotschafter Roland Mayer "bei der Arbeit"

Aschaffenburg/Kleinostheim. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) bietet Naturfreunden im Landkreis Aschaffenburg eine reizvolle Freizeitbeschäftigung.

Als ältester Naturschutzverband in Bayern, kann der LBV stolz auf viele Erfolge im Bereich Arten- und Biotopschutz verweisen. Dabei stehen nicht nur Vogelarten wie Wanderfalke, Weißstorch und Wiesenweihe auf der Liste der positiven Entwicklung. Auch für artenreiche Streuobstwiesen mit seiner vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, Orchideenstandorte, verschiedene Fledermausarten und dem Biber setzt sich der LBV ein. Dies geschieht überwiegend in ehrenamtlichen Einsätzen, also mit Menschen, die Freude an der Natur haben. Einige davon sind mittlerweile zu anerkannten Naturexperten geworden und geben ihr oft selbsterlerntes Wissen gerne an andere weiter. Für Naturfreunde bietet der LBV eine neue Aktion und sucht "Naturbotschafter" in der Region um Aschaffenburg. Dabei sollen die Interessierten mindestens vier Veranstaltungen für Naturbotschafter u.a. die Veranstaltungen der "Offenen Gartentür" in der LBV-Umweltstation in Kleinostheim besuchen. Dort erhalten diese von LBV Referenten im Rahmen der Veranstaltung einen Einblick in die Vielfalt der heimischen Fauna und Flora. Themen aus den Bereichen Vögel, Fledermäuse, Amphibien, Biber, Wasserlebewesen, Libellen, Insekten, Schmetterlinge, Spinnen und vieles andere, werden angeboten. Im LBV-Jahresprogramm finden Interessierte alle Veranstaltungen.

"Ziel ist es, nach Absolvierung der vier Module, als neuer Naturbotschafter zu fungieren und gemeinsam mit dem LBV aktiv die wunderbare Natur vor der Haustür näher kennen zu lernen und zu schützen", sagt Richard Kalkbrenner, 1. Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Aschaffenburg.

"Man braucht keine Grundkenntnisse, um bei uns als Naturbotschafter einzusteigen - alleine das Interesse zählt", ergänzt Thomas Staab. Er leitet die LBV-Umweltstation in Kleinostheim und meint weiter: "Das ist ein tolles Angebot für alle, die mehr über unsere Natur wissen und für sie tun wollen".

Die neuen Naturbotschafter sollen dann im Herbst bei einem gemeinsamen Treffen eine LBV-Schnuppermitgliedschaft erhalten und sie bekommen ein Begrüßungsgeschenk. Geplant sind weiterhin kostenlose Fortbildungskurse und Mitmachaktionen in unterschiedlichen Bereichen.

Als Naturentdecker unterwegs - ABenteuer Umwelt am Neurod

Wer glaubt, die Kinder von heute wären alle Stubenhocker, der konnte sich letzten Mittwoch vom Gegenteil überzeugen: 16 Kinder waren mit ihren Eltern oder Großeltern gekommen, um die Natur im Landschaftsraum „Neurod“ unterhalb des Erbigs zu entdecken. Kerstin Günther und Meike Kempermann von der Naturschutzjugend im LBV (NAJU) hatten ihre Rucksäcke mit spannenden Spielen und allerlei Informationen gepackt und führten durch den Nachmittag.

Gleich bei der ersten Station zeigten die Kinder, was in ihnen steckt. Schnell hatten sie die gesuchten Pflanzen gefunden und konnten viele davon benennen. Die neunjährige Johanna wurde kurzerhand zur Assistentin ernannt und erklärte für alle, dass Sauerampfer lecker im Salat ist und Spitzwegerich sich gut für Hustensaft eignet. „Und man kann die Blätter quetschen und den Saft auf Mückenstiche reiben“, ergänzte Konstantin.

Weiter ging es durch die Wiesen und dann am Waldrand entlang. Immer wieder zauberten die Referentinnen Material für Spiele aus ihren Taschen, so dass es nie langweilig wurde. Im Wald wurde es dann dunkel: Augenbinden kamen zum Einsatz. Hier bewiesen nicht nur die Kinder, sondern auch einige Eltern und eine Oma Mut und Vertrauen. Sie ließen sich von ihren Kindern oder Enkeln mit verbundenen Augen durch das Unterholz zu einem Baum führen, den sie später wiedererkennen mussten. Das war gar nicht so einfach, aber mit Unterstützung der jungen Naturentdecker kein Problem.

Auf der Streuobstwiese, dem Lebensraum des Igels, angekommen, informierten die Referentinnen über die Igel-Aktion von LBV und Bayrischem Rundfunk. Um mehr Informationen über das Leben der Igel zu gewinnen, sind alle Naturentdecker in Bayern aufgerufen, Igel, die sie sehen, zu melden (www.igel-in-bayern.de). Da sich kein Igel blicken ließ, wurden zum Abschluss eigene Igel aus Naturmaterialien zur Erinnerung an einen schönen Nachmittag gestaltet.

Die zwei Stunden waren viel zu schnell vorbei, gerne wären einige Kinder noch länger geblieben. Ein Glück gibt es weitere Umweltbildungsangebote in diesem Gebiet. Im Programmheft der Stadt Aschaffenburg „ABenteuer Umwelt“, das z.B. in öffentlichen Einrichtungen ausliegt, findet sich noch eine reichhaltige Auswahl an Veranstaltungen für Jung und Alt.

Steine für die Umweltbildung

Fünf Tonnen Steine vom Steinbruch der Fa. Hufgard in Rottenberg
Fünf Tonnen Steine vom Steinbruch der Fa. Hufgard in Rottenberg

Mit einem gewaltigen Rumms lagen zwei neue Gesteinsarten in der geologischen Abteilung der LBV-Umweltstation in Kleinostheim. Thomas Staab, Leiter des Naturerlebnisgartens freut sich über die beiden Neuzugänge aus dem Steinbruch der Fa. Hufgard in Rottenberg. Geschäftsführer Marcus Hufgard hat die Steine und deren Transport gerne kostenlos für den LBV übernommen.

„Mit den Schwerspat-Findlingen und einigen großen Kalksteinen konnten wir unsere Sammlung gut erweitern“, sagt Staab. In Kürze sollen die unterschiedlichsten Gesteinsarten mit kleinen Infotafeln versehen werde. Staab, selbst kein Geologe, kann dabei auf den fachlichen Rat von Joachim Lorenz zurückgreifen, der im Garten der Naturschützer bereits Führungen durchgeführt hatte.

Aus dem vergleichsweise schweren Schwerspat wird v.a. Farbstoff für weiße Farbe, Füllstoff im Papier, Linoleum, und Kontrastmittel zum Röntgen hergestellt. Außerdem wir diese Gesteinsarte im Strahlenschutz und als Gewicht verwendet. Aus Kalkstein wird überwiegend Dünger und Zement hergestellt.

Der riesige Schwerspat-Findling der nun die Geologieabteilung in der LBV-Umweltstation bereichert wird auf etwa drei Tonnen Gewicht geschätzt.

Interessierte Gäste können den LBV-Naturerlebnisgarten gerne besuchen.

LBV fährt zum NABU - Kreisgruppenausflug ins NSG Kühkopf am Rhein

Interessierte Gäste um Frank Gröhl/NABU
Interessierte Gäste um Frank Gröhl/NABU

Der diesjährige LBV-Ausflug führte Mitglieder der Kreisgruppen Aschaffenburg und Miltenberg ins benachbarte Hessen. Ziel war heuer das Naturschutzgebiet Kühkopf im benachbarten Hessen. Als Exkursionsleiter stand Frank Gröhl zur Verfügung. Er ist im NABU-Ried aktiv und gilt als sehr guter Ornithologe und exzellenter Gebietskenner.

Während einer gut dreistündigen Wanderung durch die wundervollen Wälder und Wiesen der Rheinniederung, brachte Gröhl sein breites Wissen über Fauna und Flora an die interessierten Gäste aus Bayern. Dennoch standen die vorkommenden Vogelarten im Vordergrund der Führung. Neben Weißstorch, Gelbspötter und Braunkehlchen, konnte auch Neuntöter, Sumpfrohrsänger, Turteltaube und Grauschnäpper beobachtet werden.

Bei einem Besuch des Informationszentrums konnten sich die LBV-Mitglieder einen guten Eindruck über das Gebiet und die darin vorkommenden  Landschaftsformen mit dem jeweiligen Arteninventar  verschaffen.

Abschließend nahm man ein gemeinsames Mittagessen im urigen Biergarten des Forsthauses am Rande des Schutzgebietes ein, bevor man sich gegenseitig verabschiedete, natürlich nicht ohne eine Einladung zu einem Gegenbesuch auszusprechen.

Alles in allem ein wunderschöner Ausflug mit tollen Beobachtungen und einer mit Sicherheit fruchtbaren neuen Bekanntschaft! Lieber Frank: vielen Dank!

Spaziergang zu Neuntöter und Co.

Roland Mayer erklärte den Neuntöter
Roland Mayer erklärte den Neuntöter

Die Teilnehmer der geführten Wanderung zum Neuntöter mussten nicht weit gehen, um die ersten Beobachtungen zu machen. Unweit der Range Control am ehemaligen Truppenübungsplatz bei Schweinheim zeigten sich gleich zwei wunderschön gefärbte Männchen des Vogels im Gelände.

Unter der Leitung von Roland Mayer (links im Bild) vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) bekamen die begeisterten Gäste viele Informationen über diesen interessanten Zugvogel. Mayer hatte einiges parat und erzählte etwas zur Biologie und Lebensweise des Neuntöters. Anfang Mai kommt der Vogel von einer anstrengenden und gefährlichen Reise aus Afrika zurück. Nun heißt es schnell ein Revier besetzen und ein Weibchen finden. Gleich nach  der Paarung steht der Nestbau an! Die Altvögel müssen sich auch mit dem Brutgeschäft beeilen, da sie zusammen mit dem Rest der Familie bereits Ende August wieder die Reise in südliche Gefilde antreten. „Bei uns würden die Vögel im Winter verhungern“, erklärt Mayer. Klar: große Insekten, Eidechsen, Käfer und Mäuse sind dann Mangelware in Deutschland!

Seinen Namen hat der Neuntöter von Wissenschaftlern bekommen, die ihn bei der Nahrungssuche beobachtet hatten. Angeblich fängt er neun Beutetiere, bevor er anfängt, diese zu verspeisen. Wenn der Tisch reich gedeckt ist, spießt der Neuntöter seine Beutetiere auf Dornen und Stacheldraht auf und betreibt somit eine Vorratshaltung für schlechtere Zeiten.

Der Rotrückenwürger, wie er noch genannt wird, gehört zur Familie der Würger.  Diese „würgen“ wie Greifvögel und Eulenarten nicht verdaubare Speisereste als Speiballen hervor. Darin enthalten sind z.B. Knochenreste von Kleinsäugern und Reptilien und Chitinmaterial von Insekten.

„Der ehemalige Truppenübungsplatz bietet ideale Voraussetzungen für den Neuntöter“, ergänzt Thomas Staab vom LBV, der die Exkursion begleitete. „Die offenen Landschaft mit den eingestreuten Hecken und Sträuchern sind ausgezeichnete Jagd- und Nistmöglichkeiten für diese seltene und europaweit unter Schutz stehende Vogelart“, so Staab weiter.

Filmteam beim LBV

Ein Kamerateam des WDR besucht den LBV-Naturerlebnisgarten für einen Filmbericht zum Thema Spinnen. Die Dreharbeiten fanden für die Kindersendung „Neuneinhalb“ statt, welche immer samstags um 8:25 Uhr im Ersten zu sehen ist.

Reporter Johannes und die Kinder der Naturschutzjugend interessierten sich sehr für die achtbeinigen Gliederfüßer. Richtige Angst vor den Tieren hatte wohl keiner. Unser Spinnenexperte Michael Herrmann beantwortete geduldig die vielen Fragen und erzählte einiges über die Biologie und Lebensweise unserer heimischen Spinnen.

Kräuter in Medizin und Küche - Führung im Naturerlebnisgarten

Roland Mayer begrüßte seine Gäste mit einem Kräuterstrauß. Er zeigte zu Beginn seiner Kräuterführung im LBV-Naturerlebnisgarten, welche Pflanzen im geweihten Kräuterbüschel Verwendung finden. Zu Maria Himmelfahrt werden die "Würzberren" in der Kirche gesegnet und anschließend in Stall und Speicher gehängt, damit das Vieh nicht erkrankt und der Blitz nicht einschlägt.

Bei einem Rundgang durch die Umweltstation ging dann der Hobbybotaniker und Pflanzenkenner auf einige Wildkräuter ein. Dabei erklärte er, was sich in der Küche aus der Wurzel der Pastinake zubereiten lässt, dass Johanniskraut gegen Depressionen hilft und wie man verschiedene Fingerkräuter unterscheidet und einsetzt.

Im Kräutergarten der Umweltstation bot das Kräuterduftrondell ein willkommener Abschluss. Hier stand vor allem der Geruchsinn der Teilnehmer im Mittelpunkt. Einige Gäste bekamen ihre Nasen gar nicht mehr weg von den verschiedenen aromatischen Minzearten, dem Cola-Strauch oder der Zitronenverbene.

Seinen mitgebrachten Kräuterstrauß schenkte Roland Mayer dem LBV. Er hängt nun im Bernd Hofer-Haus, auf dass kein Blitz einschlagen möge.

Kräuterschnüffeln im Duftrondell
Kräuterschnüffeln im Duftrondell

Offene Gartentür zum Thema Schmetterlinge

An der Schmetterlingswiese zeigten sich die meisten Arten
An der Schmetterlingswiese zeigten sich die meisten Arten

Nachdem im letzten Jahr ein Gewitter und ein Regenschauer den Gästen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten, war es vergangenen Sonntag die starke Sonne, welche die Schmetterlinge abhielt, sich zu zeigen. Dennoch konnte Thomas Staab, Leiter der LBV-Umweltstation knapp 50 Erwachsene und über 20 Kinder zur „Offenen Gartentür“ im LBV-Naturerlebnisgarten in Kleinostheim begrüßen.

Bei einer theoretischen Einführung gab der Referent Michael Herrmann zunächst einen Überblick über die Vielfalt der Schmetterlinge. So kommen auf unserem Planeten etwa 200.000 verschiedene Arten vor, erfuhren die Gäste.

Die große Welt der kleinen Krabbler

Reinhold Spall zeigt seinen Gästen die Welt der Ameisen
Reinhold Spall zeigt seinen Gästen die Welt der Ameisen

33 Gäste, davon 10 Kinder nahmen an der Führung zum Thema Ameisen teil.

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) öffnete hierzu wieder einmal die Tore des Naturerlebnisgartens in Kleinostheim. Reinhold Spall vom Ameisenhegering Miltenberg erklärte den Teilnehmern die Biologie und Lebensweise der kleinen Krabbeltiere. So bekamen die Gäste einen Einblick über die vorkommenden staatenbildenden Arten, ihren Körperbau und Eigenarten. Selbst Erwachsene staunten, als der Fachmann erläuterte, dass Ameisen insgesamt fünf Augen haben. Mit den drei zusätzlichen Stirnaugen orientieren sich die Insekten in der Landschaft.

Am Ameisenbau der Umweltstation konnten die Besucher der Führung dann einige der Tiere unter 10facher Vergrößerung betrachten. Beim abschließenden Quiz schnellten gleich die Arme hoch! Die Kinder hatten gut aufgepasst und konnten die Fragen mit Bravour beantworten. Jetzt weiß auch der kleine Paul, dass Ameisen ihre Nester gerne auf Baumstümpfe bauen, dass man etwa 450 der Tiere braucht, damit die Wage ein Gramm anzeigt, dass eine Königin 25 Jahre alt werden kann und dass es fünf bis sechs Wochen dauert, bis aus einem Ei eine fertige Ameise wird.

 

Fotos/Text: Thomas Staab (LBV)

Forscherwagen wurde eingeweiht

LBV-Mitarbeiter und ehrenamtlich Aktive bei der Einweihung des Naturerlebnis-Labors
LBV-Mitarbeiter und ehrenamtlich Aktive bei der Einweihung des Naturerlebnis-Labors

„Ein kleiner Traum ist wahr geworden“, freut sich Thomas Staab, Leiter der LBV-Umweltstation. Vor zwei Jahren hatte der Naturschutzverband einen großen, alten Bauwagen vom Baugeschäft Aulbach in Aschaffenburg geschenkt bekommen. Bei dem ehrgeizigen Ziel, diesen als Außenlabor für die Umweltstation auszubauen, halfen viele ehrenamtliche Hände mit. Neben den LBV-Aktiven unterstützten Mitarbeiter der Fa. Werkzeug Weber bereits bei der Renovierung tatkräftig das Vorhaben. Mit der Einweihung des neuen Außenlabors erweitert die Umweltstation nun ihr Angebot im Bereich der Umweltbildungsveranstaltungen. „Nun können Schüler und Gruppen im Bauwagen den Geheimnissen der Natur noch näher kommen“, sagt Sabine Michael, zuständig für die Umweltbildung des LBV in Kleinostheim! Ausgestattet mit elf Arbeitsplätzen werden an Stereolupen kleinste Wassertierchen oder Pflanzenteile der Magerwiese unter 60facher Vergrößerung zu gigantischen Monstern bzw. zu Phantasiegebilden.

Am 15. Juli wurde der Forscherwagen unter Teilnahme einiger ehrenamtlicher Helfer, den LBV-Mitarbeitern und den Honorarkräften der Umweltstation eingeweiht und somit seiner Bestimmung übergeben. Thomas Staab bedankte sich bei der Gelegenheit bei allen, die sich beim Umbau finanziell und aktiv beteiligt haben. Demnächst wird noch ein Solarpanel am Bauwagen angebracht, womit der Naturerlebnisgarten zusätzlich bereichert wird.

Text/Fotos: Thomas Staab (LBV)

So sieht das Naturerlebnis-Labor innen aus
So sieht das Naturerlebnis-Labor innen aus

Unterricht, der richtig Spaß macht....

Schüler der 2a gehen auf die spannende Suche nach Wasserinsekten
Schüler der 2a gehen auf die spannende Suche nach Wasserinsekten

„Bis zu Beginn der Sommerferien haben mehr als 700 Kinder an den Entdeckeraktionen in der Kahl teilgenommen“, freut sich Jennifer Jungwirth, Schulreferentin der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau.

Im Rahmen des Schulklassenprogrammes der Landesgartenschau in  Alzenau fanden insgesamt 31 Aktionen auf dem Gelände des Energieparks statt. Finanziert werden die Veranstaltungen von der Sparkasse. Mitarbeiter der Umweltstation Naturerlebnisgarten Kleinostheim des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) gehen seit Anfang Juni mit Schülern aus der Region auf die spannende Suche nach Wassertieren der Kahl. Dabei gingen bisher neben Köcherfliegenlarven und Bachflohkrebsen auch Dreiecksstrudelwürmer, Rollegel und kleine Fische ins Netz der Kescher. „Diese Tierarten weißen auf ein Gewässer mit einer guten organischen Belastung hin“, erklärt Dipl. Biologin Sabine Michael vom LBV, welche die Schulaktionen leitet.

Max Beck und Jan Fischer, beide derzeit Bundesfreiwillige bei dem Naturschutzverband, haben auch schon Wasserskorpione gefangen und eine alte Handtasche aus der Kahl geborgen!

Dass diese Art von Unterricht in freier Natur nicht nur lehrreich ist, sondern auch sehr viel Spaß macht, ist den Kindern der 2a aus der Kahldaha-Schule anzusehen! Neben dem Forscherdrang gibt es regelrechte Wettbewerbe unter den Schülern: wer fängt die meisten Tiere oder wer erwischt die seltsamsten Arten.

Die Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau finanziert auch andere Aktionen im Umweltunterricht. Gleich nach den Schulferien beginnt die Apfelpress-Saison, für die sich Schulklassen bereits jetzt beim LBV anmelden können.

Text/Foto/Video: Thomas Staab (LBV)

Heiße Libellenexkursion im Naturerlebnisgarten

Bilder: Günter Farka
Bilder: Günter Farka

Am heißesten Tag des Jahres waren die Bedingungen für eine Libellenexkursion nicht gerade ideal.

Dennoch trafen sich sieben Erwachsene und zwei Kinder im LBV-Naturerlebnisgarten und gingen gemeinsam mit Libellenfachmann Günter Farka auf Entdeckungsreise. Sichtlich wohl fühlten sich bei der tropischen Hitze nur die Feuerlibellen, welche zahlreich umherflogen und sogar um die besten Plätze im Schilfgürtel wetteiferten. "Sie sind an die hohen Temperaturen gut angepasst, denn ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt im östlichen Mittelmeerraum und dem nördlichen Afrika", erklärt der Referent. Unter den sogenannten Großlibellen waren lediglich Große und Kleine Königslibelle unterwegs. Enige Teilnehmer hätten sicherlich gerne die Rollen getauscht, als sie  eine Königslibelle beobachten konnten, die sich ins Wasser stürzte um ein erfrischendes Bad zu nehmen. Gut belebt war die Wasseroberfläche mit ihrer ausgeprägten Schwimmblattvegetation. Libellenarten, die sich diesen Lebensraum auserkoren haben,  waren daher am häufigsten zu beobachten. Unter ihnen das Kleine und Große Granatauge, das Saphirauge, auch als Pokaljungfer bekannt. Hin und wieder gesellten sich Becher-Azurjungfer und eine Große Pechlibelle hinzu. Der 6-jährige Hendrik war kaum zu bremsen und bemerkte nebenbei: „Dass Libellen nicht stechen können, habe ich nicht gewusst“!

Die nächste Aktion im LBV-Naturerlebnisgarten findet am Sonntag, den 19.07.2015 statt. Dann bietet Hermann Bürgin einen Exkurs in die Welt der Schaben und Schrecken. Beginn ist wieder um 14:00 Uhr.

 

Text: Günter Farka/Thomas Staab

Interessierte Gäste lauschen den Ausführungen von Günter Farka
Interessierte Gäste lauschen den Ausführungen von Günter Farka

Neuer Besucherrekord im Naturerlebnisgarten

Der LBV-Vorsitzenden Dr. Schäffer eröffnete die Kunstausstellung
Der LBV-Vorsitzenden Dr. Schäffer eröffnete die Kunstausstellung

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hatte zur Aktion Kunst und Natur eingeladen. Neben 30 Künstlern aus der Region kamen über 2.500 Gäste. Veranstalter und Aussteller zeigten überwältigt von dem Ansturm der Interessierten.

Anlass für den Aktionstag sind gleich zwei Jubiläen, die der Naturschutzverband in diesem Jahr feiert. Zum einen betreibt der LBV in Kleinostheim seit 20 Jahren sehr erfolgreich eine anerkannte Umweltstation, zum anderen kann der Verband dort auf 30 Jahre Erfahrung mit Umweltbildung zurückblicken.

Eröffnet wurde die Ausstellung von Vizeregierungspräsident, Dr. Metschke, Landrat Dr. Reuter, Bürgermeister Neßwald und dem 1. Vorsitzenden des LBV, Dr. Norbert Schäffer, der extra aus Hilpoltstein anreiste. Bei einem anschließenden Rundgang staunten die Gäste über die Vielfalt der Aussteller und ihrer Kunstwerke, welche nahezu perfekt in die Landschaft des Naturerlebnisgartens eingebettet waren. Selbst das Seeufer und die offene Wasserfläche wurden in die Szenerie eingebunden. Neben Motorsägenschnitzer, Steinmetz, Schreiner, Weidenflechter, Kunstschmied und einem Puppentheater, gab es einige tolle Mitmachaktionen für die ganze Familie. Die Naturschutzjugend (NAJU) bot einen Bastelstand. Gleich daneben ein Pavillon bei dem man eine Klangschalen-Therapie austesten konnte. „Mit allen Sinnen die Natur erleben“ ist ein Motto des LBV, erklärt Richard Kalkbrenner, Vorsitzender der LBV-Kreisgruppe Aschaffenburg.

„Das Wetter war die halbe Miete, das Ambiente unseres Naturerlebnisgartens und die vielfältigen Kunstwerke die andere Hälfte“, zog Thomas Staab, Leiter der Umweltstation Naturerlebnisgarten in Kleinostheim Bilanz. In einem Punkt sind sich alle einig: in ein paar Jahren soll es wieder eine Kunst und Natur-Aktion im Naturerlebnisgarten geben!