Aktuelles 2019

Siebenschläfer Benny ist wieder da!

Die Mitarbeiter der LBV-Umweltstation in Kleinostheim freuen sich: seit kurzem ist „Benny“ der Siebenschläfer wieder da! Nach einem langen Winterschlaf von mehr als sieben Monaten, hat das kleine nachtaktive Nagetier wieder den gleichen Nistkasten wie seit vier Jahren besetzt.

Zur Überraschung der Naturschützer saß beim ersten Wiedersehen gleich ein Partner mit dabei. Der 4,2 ha große Naturerlebnisgarten mit seiner reich strukturierten Landschaftselementen bietet ideale Voraussetzungen für Siebenschläfer. Im Sommer ernähren sich die Tiere von Früchten, Knospen und Rinden, gelegentlich auch von Insekten, Vogeleiern und kleinen Vögeln.

 

Wenn alles wunschgemäß klappt, kommen zwischen Anfang August und Mitte September wieder Junge zur Welt. Das wäre wieder ein Highlight für die Besucher. Dann sind die Tiere auch am Tag aktiv und klettern schon einmal am Holzgerüst entlang, an dem der Nistkasten befestigt ist.

Text/Fotos. Thomas Staab (LBV)

Auf der Suche nach Wasserskorpion und Co.

Gerne tauschte Sparkassendirektor Jürgen Schäfer seine Büroschuhe gegen Gummistiefel, um am See der LBV-Umweltstation Kleinostheim mit Schülern aus Wenigumstadt zu keschern. Dabei übergab er dem Naturschutzverband eine Spende in Höhe von 6.500.- Euro. Bereits seit mehreren Jahren besteht zwischen der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau und dem Landesbund für Vogelschutz eine Kooperation. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit führt der LBV Umweltunterricht für Schulklassen im Geschäftsbereich der Bank durch. Die Lebensräume Hecke, Streuobstwiese, Wasser und Wald stehen dabei im Mittelpunkt. Bei dem Besuch von Vorstandsvorsitzenden Schäfer konnten die Viertklässler verschiedene Libellenlarven, eine Larve des Gelbrandkäfers und andere Wasserinsekten aus dem See fischen. Die Euphorie der Schüler war kaum zu bremsen, als dann auch noch ein legendärer Wasserskorpion in einem Sieb zappelte.

Text/Foto: Thomas Staab/LBV 

Bundesfreiwillige bauen Wildbienenhotels

Die beiden Bundesfreiwilligen des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) basteln derzeit einige dutzend Wildbienenhotels. Die Rohlinge hierfür wurden von einem Hobbyschreiner hergestellt. Bianca Stolcz und Shannon Dahedl füllen diese nun mit gebohrten Hölzern und Bambusröhrchen und schrauben die Einzelteile zusammen. Die schicken Häuschen werden dann im Winter verkauft.

Fragt man die beiden „Bufdis“, wie es ihnen beim LBV gefällt, so kommen sie schnell ins schwärmen und sind sehr dankbar, dass sie bei dem Naturschutzverband zum Einsatz kommen. Bianca hat sich während der Zeit neu orientiert und möchte danach eine Ausbildung im Bereich Erlebnispädagogik beginnen. Shannon geht in eine ähnliche Richtung und versucht im Bereich Umweltpädagogik Fuß zu fassen.

 

Ab September sind in Kleinostheim zwei neue Stellen frei! Bewerbungen werden ab sofort angenommen. Weitere Infos unter:   https://untermain.lbv.de/wir-am-untermain/bfd-bei-uns/

Ein halber Tag in Armin`s Arche

Trotz Kälte und kräftigem Regenschauer standen etwa 20 hartgesottene Erwachsene und fünf wasserdichte Kinder am Treffpunkt Verkehrskreisel Aumühlstraße in Schweinheim, um an der Führung zur „Arche Armin“ teilzunehmen. Armin Hock mit seiner Frau Christel führten gemeinsam mit Thomas Staab vom LBV die Gruppe durch die wunderbaren Streuobstwiesen am Fußberg. Armin erklärte, wie das mit der Landschaftspflege dort funktioniert, während Christel auf einige Kräuter links und rechts des Weges einging. Ihre vierbeinigen Helfer machen gute Arbeit! Was die Schafe nicht fressen, landet in den Mägen der Ziegen. Nur so kann man die artenreichen Wiesen erhalten. Die Hocks bekommen dafür kein Geld – machen alles ehrenamtlich! Dass die Arbeit den beiden viel Freude bereitet, sieht man bereits vor den Toren ihres ganz besonderen Bauernhofes.

Liebevoll sind dort kleinste Flächen bepflanzt und mit allen möglichen Dingen dekoriert. Überwiegend heimische Blüten bieten nicht nur den freilaufenden Gänsen und Hühnern ein gesundes Futter – auch zahlreiche Insekten fühlen sich dort wohl.

Gleich nebenan entsteht eine neue Blühfläche. Diese wird demnächst im Rahmen des aktuellen LBV-Projektes „Ackern für die Zukunft – nachhaltige Landwirtschaft heute und morgen“ von Jugendlichen angelegt.

Beim Rundgang durch den kleinen Bauernhof kommt jeder ins Staunen! Highlight sind natürlich die ungarischen Wollschweine in ihrem Pferch. Das Mangalitza-Schwein (wie die alte Rasse noch heißt) ist das Tier des Jahres 2019. Daneben tummeln sich allerlei Geflügel. In der Halle befindet Armins ganzer Stolz: seine Traktorsammlung. Historische Güldner stehen aufgereiht nebeneinander und Armin kennt zu jeder Maschine eine Geschichte und weiß Antwort auf die vielen Fragen. Im Hof und unterm Dach stehen, liegen und hängen viele interessante Utensilien aus früheren Zeiten. Alles Geräte, die damals die schwierige und harte Arbeit auf dem Feld erleichtern sollten. Zum Schluss ließen die beiden Pfauen nochmal ihren eigenwilligen Ruf hören und verabschiedeten damit die Gäste von „Arche Armin“ in einen verregneten Samstag.

 

Die nächste „Offene Hoftür“ findet am Dienstag, den 09.07.2019 statt. Dann lädt der LBV zum Besuch des „Lindenhofes“ bei Niedernberg ein. Anmeldung erbeten unter: 06027/4090796. 

Saisoneröffnung mit Kräuterführung und Pflanzenflohmarkt

Geschätzte 450 bis 500 Menschen besuchten den LBV bei seinem erster „Offenen Gartentür“ in diesem Jahr. Am 05. Mai stand das Thema Kräuter auf dem Programm der Naturschützer in Kleinostheim. Sonja Cremer, Wildkräuterexpertin aus Sulzbach, führte ein Gruppe über das 4,2 ha große Gelände und gab Tipps und Anregungen zum Entschlacken, Entgiften und Energie tanken. Zudem bekam der LBV Besuch von der NABU-Gruppe „Umweltwerkstatt Wetterau e.V.“, die sich den Naturerlebnisgarten anschauten.

Parallel hierzu fand der 6. Pflanzenflohmarkt in der Umweltstation statt. Der attraktive Naturerlebnisgarten bot hierfür wieder ein großartiges Ambiente. Dabei wechselten viele selbstgezogen Pflanzen den Besitzer. Darunter nicht nur Tomaten, Paprika und allerlei Heil- und Küchenkräuter, sondern auch wunderschön gezüchtete Lilien, Dachwurze und exotische Pflanzen. Der Renner: Rudi`s Baumspinat! Eine hübsche anspruchslose Gemüseart, die nicht nur sehr schön aussieht, sondern bis zu drei Meter hoch werden kann und auch lecker schmeckt.

Es wurde gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht und Tipps weitergegeben. Unterstützung bekamen die Naturschützer wieder vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein, die sich mit Bastelaktionen um die Kinder kümmerten.

Die nächste „Offene Gartentür“ findet am 30.06.2019 statt. Dann stehen bei der Führung um 14:00 Uhr die Libellen im Vordergrund. 

 

Text/Bilder: Thomas Staab (LBV)

Neue Hochbeete im Naturerlebnisgarten

Die Vorteile für ein Hochbeet liegen auf der Hand: nicht nur wer einen sehr kleinen Garten, oder auch begrenzten Platz auf einer Terrasse oder einem Balkon hat, kann in bequemer Arbeitshöhe Gemüse und Kräuter angebauen. Zudem wird das Pflanzenwachstum durch den natürlichen Verrottungsprozess und die dadurch entstehende Wärme der eingebrachten Materialien wie Äste, Grünabfälle und Kompost beschleunigt. Und die dadurch optimal mit Nährstoffen versorgten Pflanzen bleiben auch noch weitgehend von Schnecken und Wühlmäusen verschont. Ein Nachteil: die Kosten für die Anschaffung!

 

Wie man mit einfachsten Mitteln sich ein Hochbeet selbst bauen kann, bekamen die Teilnehmer eines Workshops des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) in Kleinostheim gezeigt. Unter der Leitung von Wolfgang Paulke (LBV) entstanden aus 14 Holzpaletten zwei Hochbeete für den Kräuter- und Gemüsegarten des Naturschutzverbandes. Im Rahmen des aktuellen Projektes „Ackern für die Zukunft“ werden diese nach den Eisheiligen mit essbaren Pflanzen bestückt. Ab Ende Mai können sich dann die Besucher durch die Hochbeete futtern.

Bilder/Text: Thomas Staab (LBV)

Hilfe für die wilden Bienen...

Wildbienen sind sein Hobby! Die Liebe zu dieser Insektengruppe bekam Dietmar Kampfmann von seinem Vater mit, der Imker war.  Im Laufe viele Jahr hat sich der Mömbriser eine Menge Wissen angeeignet. Dieses gab er, gespickt mit Informationen aus eigenen Erfahrungen, an zehn Teilnehmer beim „Bau von Wildbienenhotels“ weiter. Im Werkraum der Hefner-Alteneck-Schule in Aschaffenburg entstanden so zehn Holzkästen für diese Insekten. Gefüllt wurden sie Stapelboxen mit einem gebohrten Eichenklotz und hohlen Pflanzenstängel aus Staudenknöterich und Schilf. Dass sich das Wildbienenhotel auch gleich mit Leben füllt, wird allerdings nicht garantiert! Kampfmann weiß, dass es nicht nur an der Wohnung hängt, sondern auch der Lebensraum passen muss. Vielfältige Gärten mit bunten Blüten und Kräutern helfen dann nicht nur den bedrohten Insektenarten. Neben Frauen vom Arbeitskreis Natur aus Heimbuchenthal, nahmen mehrere begeisterte Kinder an dem Bastelkurs des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) teil.

Neu in der Umweltstation: ein Totholzgarten

Die LBV Umweltstation in Kleinostheim ist nun um eine Attraktion reicher: mit tatkräftiger Unterstützung der Klasse 7G der Ruth-Weiss Realschule aus Aschaffenburg wurde ein „Totholzgarten“ angelegt! Dabei holten die motivierten Schülerinnen und Schüler dickere und dünne abgeschnittene Äste aus dem nahen Wäldchen, um es in Form einer etwa 15 Meter langen Eidechse wieder aufzustapeln. Die Klassenlehrerin, Frau Alexandra Scheuber war sichtlich stolz auf ihre Kids, welche die dynamische Gruppenarbeit in Rekordzeit meisterten. Thomas Staab, der Leiter des Naturerlebnisgartens freut sich über den neuen Totholzbereich: „Das Ganze wird sich weiterentwickeln. Damit bieten wir Tiere und Pflanzen, die auf Totholz angewiesen sind einen wichtigen und wertvollen Lebensraum“. „Die Aktion hat auf jedem Fall den Teamgeist der Schüler gefordert und gefördert“, sagt die Lehrkraft begeistert. Und: „Wir haben große Lust und werden das Projekt weiter begleiten“.

Spaziergang zur Balz der Feldlerche

Der Vogel des Jahres stand im Mittelpunkt einer Führung vergangenen Sonntag. Der LBV hatte zum „Spaziergang zur Balz der Feldlerche“ nach Hausen eingeladen. Roland Mayer führte die interessierten Gäste entlang des "Höhweges" nordöstlich der Spessartgemeinde. Das Wetter war ideal und so dauerte es nicht lange, bis sich bei strahlendem Sonnenschein die erste Feldlerche mit ihrem typisch quirligen Fluggesang am Himmel zeigte. Es war nicht einfach den relativ kleinen Singvogel zu entdecken! Bei der Balz beeindruckt das Männchen seine Auserwählte nicht nur durch Sangeskünste, sondern hüpft am Boden und verbeugt sich vor dem Weibchen. 

Kaum zu glauben, dass diese Art auf den intensiv genutzten Flächen noch einen Lebensraum findet. Dass es vor allem die Landwirte sind, die den sogenannten Feldvögeln helfen können, machte Mayer öfter klar. Dabei braucht es nicht viel: kleine, unbewirtschaftete Flächen - sogenannte „Lerchenfenster“ - helfen auch Goldammer und Co. Nahrung zu finden. Als Bodenbrüter hat es die Feldlerche schwer. Um Verluste auszugleichen, brütet die Art zweimal im Jahr.

 

Sie verlassen ihre Brutgebiete von September bis November in Richtung Südwest, um bevorzugt in Südfrankreich und Spanien zu überwintern. Je nach Witterungsverlauf kehren die Himmelsvögel Ende Januar, meist jedoch ab Mitte Februar bis Mitte März, nach Deutschland zurück.

 

Text/Fotos: Thomas Staab

Jahresprogramm 2019

Unser neues Jahresprogramm ist da! Über 70 interessante Führungen, Vorträge, Filmvorführungen Workshops, Mitmach-Aktionen und Feste erwarten unsere Gäste in unseren vielseitigen Programm. Einen besonderen Schwerpunkt setzen wir in diesem Jahr mit der "Reihe Landwirtschaft", bei der wir uns genauer mit diesem wichtigen Thema befassen. Neugierig geworden? Dann schauen Sie doch mal rein!

Jahresprogramm 2019 der LBV-Umweltstation Naturerlebnisgarten und er Kreisgruppe Aschaffenburg
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Unterwegs im Steinkauz-Revier

Ausgestattet mit Klappleiter und Taschenlampe gingen die beiden Bundesfreiwilligen des LBV Bianca Stolcz und Shannon Dahedl mit dem Steinkauzfachmann Thomas Stadtmüller auf die Suche nach Steinkäuzen. Diese kleine Eulenart kommt noch am Untermain vor und wohnt überwiegend in hohlen Ästen alter Obstbäume.
Bei der ersten Kontrolle im Jahr schaut Stadtmüller generell nach dem Besatz. Dabei kontrolliert er die ihm bekannten Naturhöhlen und die speziellen Nistkästen, die er in den letzten Jahren an den Bäumen angebracht hat. Nicht immer trifft er dort wunschgemäß die Vögel an. So konnten die drei Steinkauzfreunde vom LBV in der Gemarkung Kleinostheim leider erst einmal keinen Nachweis erbringen.
Anders sah es auf der anderen Mainseite aus! In Großostheim wurde in einer Niströhre ein vier Jahre altes Männchen entdeckt. Daneben saß ein weiblicher Jungvogel, der erst im letzten Jahr beringt wurde!
Stadtmüller hat auch die Genehmigung, Steinkäuze zu beringen! Mit solchen dauerhaften Markierungen lassen sich solche Verwandtschaftsbeziehungen eindeutig nachvollziehen. Auch Ab- und Zuwanderungen zum Beispiel aus benachbarten Revieren oder gar über die Landesgrenze, werden so offensichtlich.
Bei seinen Kontrollgängen durch die Streuobstwiesen der Region muss der Steinkauzfachmann allerdings immer wieder feststellen, dass der Lebensraum dieser kleinen Eulenart mehr und mehr schwindet. Neben Baumrodungen durch den Menschen fallen immer wieder alte Bäume den starken Stürmen zum Opfer. Mit jungen Bäumen kann der Kauz nichts anfangen: hier fehlen die Höhlen, die er braucht!
Einen kurzen Film über die Steinkauz-Beringung finden Sie in unserer Mediathek oder auf YouTube 

Modellprojekt 2019: Ackern für die Zukunft - nachhaltige Landwirtschaft heute und morgen

Feldhasen (Claudia Becher, LBV-Bildarchiv)
Feldhasen (Claudia Becher, LBV-Bildarchiv)

In diesem Jahr setzen wir mit dem Projekt "Ackern für die Zukunft: nachhaltige Landwirtschaft heute und morgen" einen Schwerpunkt beim Thema Landwirtschaft.

In diesem Rahmen bieten wir eine Veranstaltungsreihe für Erwachsene und Familien, ein Ferienseminar in der 1. Osterferienwoche für Kinder von 8-12 Jahren und ein Jugendseminar (vorraussichtlich 6-8 Termine Mittwochsnachmittags und Samstags) an. 

 

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