Artenschutz beim LBV

Hier erfahren Sie auf den umfangreichen Seiten des LBV Landesverbandes mehr über das Thema Artenschutz

 

WWF-Artenschutzkoffer

Wir sind im Besitz des WWF-Artenschutzkoffers und bieten hierzu auf Nachfrage einige Veranstaltungen an!

Weitere Informationen zu dem Umfangreichen Artenschutzkoffer gibt es hier!

Hier gibt es weitere interessante Informationen auf der WWF-Bildungsseite

Hilfe für den Eisvogel...

Jetzt kann er kommen: nicht nur der Frühling, sondern auch der Eisvogel! Kurt Karl und Gerhard Kraus haben an der Aschaff zwei Nisthilfen für den bedrohten Eisvogel eingegraben. 

Der "Fliegende Edelstein" - wie der Eisvogel noch genannt wird - hat es schwer bei der Suche nach geeignetem Brutraum. Steilufer an Bächen und Flüssen sind selten geworden und werde oft aus "Sicherheitsgründen" von den Behörden entfernt.

Wir sind gespannt, wann das erste Eisvogelpaar in die neue Wohnung einzieht und dort ihren Nachwuchs auf die Welt bringt...

 

Fotos und Power-Point-Präsentation: Gerhard Kraus

Nashornkäfer-Larven gerettet...

Nashornkäferlarven gerettet – LBV und Gemeinde setzten Holzhäckselhaufen um

Kleinostheim. In einer gemeinsamen spontanen Rettungsaktion zwischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Bauhof der Gemeinde Kleinostheim, konnten mehrere Dutzend Nashornkäferlarven gerettet werden.

Ein Bürger wies den Naturschutzverband auf die großen „Engerlinge“ hin, die er beim Abholen von kostenlosem Holzhäckselmaterial auf dem Parkplatz im Sport- und Freizeitgelände fand. Thomas Staab vom LBV wusste gleich, dass es sich dabei nicht um die Larven des Maikäfers handelte. Alleine die Größe sprach für Hirschkäfer oder Nashornkäfer. Letztlich waren es die kleinen rotbraunen Atemöffnungen an der Seite, welche eine sichere  Artbestimmung ermöglichte.

Die daumendicken, bis zu 12 cm großen Maden gehören zu den größten Käferlarven Europas. Sie brauchen für ihre Entwicklung Wärme. Diese finden sie v.a. in Eichwäldern in vermodernden Wurzelstubben, aber auch im Siedlungsbereich, in Sägemehl, Pferdemisthaufen, Kompostmieten oder wie hier in Rindenmulch. Dort fressen sie totes organisches Material, richten also im Vergleich zur Maikäferlarve keinen Schaden an lebenden Pflanzen an! Sie verbringen bis zu fünf  Jahre „unter Tage“, bevor sie sich verpuppen.

Die erwachsenen Nashornkäfer leben nur einige Tage bis sie sich verpaart haben. Dabei können sie keine Nahrung aufnehmen. Sie sind völlig harmlos, beißen der stechen nicht!  Die Nashornkäfer fliegen in warmen Sommernächten herum, werden aber nur selten beobachtet, da sie vergleichsweise spät nachts fliegen. Die Männchen dieser Art tragen ein nach hinten gebogenes Horn auf dem Kopfschild, welches Namensgebend war.

Nach der Bundesartenschutzverordnung ist der Käfer als „besonders geschützt“ eingestuft und unter Schutz gestellt. Die Rettungsaktion wurde mit der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Unterfranken abgestimmt.

Dank der Unterstützung durch die Gemeinde Kleinostheim, wurde ein Großteil des Haufens mit einem Bagger vorsichtig abgetragen und an eine geeignete Stelle der LBV-Umweltstation gebracht. Dort können sich die Larven nun ungestört entwickeln. Thomas Staab freut sich: „Somit hat man nicht nur die Tiere gerettet: unsere Umweltstation ist nun auch um eine kleine Attraktion reicher und wir können unserer Besucher um Verständnis für diese geschützte und seltene Käferart werben“.

Leider werden aus Unwissenheit immer wieder Larven von Nashorn- und Hirschkäfer getötet und Lebensräume zerstört.

                                                                                                                            

Fotos (2): Thomas Staab       Foto Nashornkäfer: Wikipedia

Thomas Staab/21.06.2010/21:25 Uhr


http://www.main-netz.de/

Rettungsumsiedlung von Waldameisen

Reinhold Spall bei einer Führung zum Thema Ameisen im Naturerlebnisgarten (Fotos: Claus Fries)
Reinhold Spall bei einer Führung zum Thema Ameisen im Naturerlebnisgarten (Fotos: Claus Fries)

Seit dem Sommer 2009 beherbergt der Naturerlebnisgarten auch ein Waldameisenvolk. Wegen geplanten Bauarbeiten musste der Ameisenstaat umgesiedelt werden- Reinhold Spall von der Ameisenschutzwarte fand im Naturerlebnisgarten einen passenden Standort am Rand der an einem kleinen Wäldchen gelegenen Magerwiese. Der Ameisenhaufen wurde in numerierten Eimern transportiert und in unserem Garten entsprechend wieder aufgebaut. Bei der Umsiedelung wurde die Ameisenkönigin nicht entdeckt und Anfangs war es unklar, ob sie den Transport gut überstanden hat. Im Frühjahr 2010 flogen dann die ersten Ameisenmännchen aus und ab da war klar: Die Ameisen haben ihren neuen Standort gut angenommen.

 

Hier erfahren Sie auf den umfangreichen Seiten des LBV Landesverbandes mehr über das Thema Biotopschutz.

Steinkäuze werden auch in Bayern beringt...

Der Steinkauz ist den LBV-Mitarbeitern besonders ans Herz gewachsen.

Anfang Juni war es wieder soweit: Die Steinkauzschützer Thomas Stadtmüller (LBV) und Udo Trageser streiften durch die Streuobstwiesen der Region und suchten wie in jedem Jahr die Steinkauznistkästen auf, die sie bereits vor einigen Jahren an geeigneten Obstbäume angebracht hatten.

Das Ziel der Naturschützer: Bruterfolgskontrolle mit gleichzeitiger Beringung der Jungvögel.

Der Steinkauz steht in Deutschland auf der "Roten Liste der bedrohten Tierarten" und ist dort als "Stark gefährdete" eingestuft. Die  nur 22 cm große Eulenart bewohnt offene Landschaften und ist bei uns in Bayern vor allem in den Streuobstwiesen am Untermain zuhause. Die kleine Eulenarte benötigt Bruthöhlen in alten Bäumen - also durch Fäulnis ausgehöhlte Äste - nimmt aber alternativ auch künstliche Nistmöglichkeiten an. Steinkäuze sind ausgesprochen standorttreu und reagieren deshalb besonders sensibel auf Veränderungen in ihrer Umwelt. Die Rodung von Streuobstbäumen für Industriegelände, Bauland oder Straßenbau bedrohen nach wie vor die Eule und zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten dieses Lebensraumes.

Der Bestand am Untermain wird zwischen Alzenau und Amorbach auf etwa 120-150 Brutpaaren geschätzt! Damit gilt diese Vorkommen als wichtigste Population Bayerns und wird seit mehreren Jahren überwacht und kontrolliert. Dazu gehört auch die Untersuchung und Beringung der Jungvögel - wozu eine ausdückliche Genehmigung der Naturschutzbehörde notwendig ist!

So wurden auch die abgebildeten Jungvögel zusammen mit der Steinkauzmutter für kurze Zeit aus der Niströhrer geholt. Die Jungen wurden auf ein Alter von 16 Tagen geschätzt, gewogen und mit einem Metallring am Fang (Bein) individuell gekennzeichnet, um bei einem Wiederfund Rückschlüsse über das Verhalten der seltenen Eule zu gewinnen.

Weitere Informationen gibt es beim LBV unter www.lbv.de


Sabine Schmidt/Thomas Staab/23.06.2009/20:10 Uhr

Fotos: Sabine Schmidt

Kirchenasyl: Quartierangebot für Eulen

Lebensraum Glockenturm: Im Trennfurter Gotteshaus St. Maria Magdalena sind gefiederte Untermieter willkommen

Klingenberg (Landkreis Miltenberg).

Schade, dass Eulen nicht lesen können. Sonst erführen sie vom Schild am katholischen Gotteshaus St. Maria Magdalena im Stadtteil Trennfurt, dass ihnen im 35 Meter hohen Kirchturm Quartier angeboten wird. Die Pfarrgemeinde macht mit bei der Aktion »Lebensraum Kirchturm« des Landesbunds für Vogelschutz (LBV), des Naturschutzbunds Deutschland und des Beratungsausschusses für das Deutsche Glockenwesen.

Kinderstube im Schatten Auf Beschluss der Kirchenverwaltung ist eins der Schalllöcher im Turm geöffnet worden. Dahinter angebracht: eine hölzerne Nistmöglichkeit für Schleiereulen, gebaut von Kirchenpfleger Walter Amrhein und Klingenbergs Forsttechniker Dominik Ludwig. Es ist eine Spezialanfertigung mit einem »Schattenbrett« nahe dem Einflugloch, denn die taubengroßen Nachtgreife mögen es dunkel für ihren Nachwuchs. Ob der sich in diesem Jahr schon einstellen wird? Amrhein und Ludwig werden nachschauen - aber ganz vorsichtig, um die empfindlichen Tiere nicht zu stören. Wer kennt sie nicht von Bildern, die Schleiereulen mit ihrem herzförmigen weißen Gesicht, das zu ihrem Namen führte? Doch lebende Exemplare sind höchst selten zu beobachten. Das liegt nicht nur daran, dass diese Vögel des Nachts jagen. Obwohl in 30 Unterarten auf fünf Kontinenten verbreitet und in Mitteleuropa Kulturfolger, sind sie selbst in ländlichen Gebieten nicht mehr häufig anzutreffen. Wenn bei intensiv betriebener Landwirtschaft ihre Hauptbeute, die Feld- und Spitzmäuse, chemisch bekämpft werden, kann das Nahrungsangebot für die gefiederten Jäger knapp sein. Zum anderen fehlt es mehr und mehr an Nistmöglichkeiten, weil Nischen an Gebäuden zugebaut, alte Scheunen und Ruinen abgerissen und Kirchturmfenster verschlossen werden.

 Letzteres geschieht auch, um Tauben keinen Unterschlupf zu bieten. Ihre ätzenden Hinterlassenschaften sind nicht nur optischer Makel, sondern greifen das Gestein an. Doch wo die Schleiereulen - oder die Turmfalken - Quartier beziehen, ist keine »Taubenplage« zu befürchten. Das weiß auch Pfarrer Wolfgang Schultheiß, der den Greifen gerne »Kirchenasyl« gewährt: »Das ist doch selbstverständlich. Wenn nicht hier - wo dann?« Und Edmund Gumpert, Umweltbeauftragter im Bistum Würzburg, begrüßt laut LBV die Aktion ausdrücklich und würde sich über Nachahmer freuen. Die Vogelschützer ebenso.

 Betreuung inklusive  Zwar sind im Landkreis Miltenberg einige Kirchtürme von Falken, Eulen oder Fledermäusen besiedelt, aber als »offizieller« und betreuter Brutplatz für Schleiereulen ist in der Trennfurter Kirche St. Maria Magdalena erst der zweite ausgewiesen - nach Kleinwallstadt im Jahr 2008. Gern würde der LBV weitere Schilder anbringen lassen und damit auch die Bevölkerung auf den »Lebensraum Kirchturm« und seine schützenswerten Bewohner aufmerksam machen.

Informationen, auch zum Bau von Eulen- und Fledermauskästen, gibt’s in der LBV-Geschäftsstelle in Kleinostheim bei Thomas Staab, Tel. 0 60 27 / 40 90 796.

 

Quelle: MAIN-ECHO  Text: Barbara Schmidt    Fotos: Thomas Staab/Barbara Schmidt

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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