Nicht alles, was auf dem Wasser schwimmt, darf später auf dem Küchentisch landen! - Wasservogeljagd einmal anders

Die Stockente ist die häufigsten Entenart in Deutschland
Die Stockente ist die häufigsten Entenart in Deutschland

Niedernberg/Kleinwallstadt. Profitieren von den langjährigen Erfahrungen einiger Naturschützer konnten  21  Teilnehmer der Jagdausbildung. Auf Einladung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) trafen sich die angehenden Jäger am vergangenen Sonntag,  um gemeinsam mit den LBV-Aktiven Gerd Andres, Roland Mayer und Thomas und Matthias Staab auf die Jagd nach Wasservögeln zu gehen. Anstatt einer Schrotflinte hatten die Exkursionsgäste allerding ihre Ferngläser dabei. "Die unterschiedlichen Wasservögel genau ansprechen um  Verwechslungen vorzubeugen", ist das erklärte Ziel laut Christina Bathon, Ausbilderin für Naturschutz der Jagdschule Spessart.

Keine einfache Aufgabe, geht es doch oft nur um Sekunden zwischen Erkennen einer Ente und dem folgenden Schuss!  Dass Ente nicht gleich Ente ist, zeigten die Ornithologen am lebenden Objekt auf am Main. Während der Tour konnten die Teilnehmer unter anderem Reiherente, Schellente, Haubentaucher, Höckerschwäne und verschiedene Gänsearten beobachten. Die Vogelschützer beschrieben dabei sehr anschaulich deren charakteristischen Bestimmungs- und Unterscheidungsmerkmale und gingen auf Verwechslungsmöglichkeiten ein. Dass sich im Winterhalbjahr noch Zugvögel aus dem hohen Norden wie Gänsesäger, Rothalstaucher und Zwergsäger unter die hier dauerhaft beheimateten Arten mischen, und sich oft noch im unscheinbaren Schlichtkleid befinden, macht die Angelegenheit für den Jäger nicht gerade einfacher. Der Ornithologe hingegen freut sich über die Beobachtungen von Seltenheiten von Nord- und Ostsee.

"Die Flugbilder und Silhouetten der Wasservögel spielen bei der Jagd auf Wasserwild eine entscheidende Rolle", erklärt Thomas Staab, selbst Jagdscheininhaber und Mitarbeiter beim LBV. Auch dem geübten Auge fällt eine Artbestimmung am Himmel und bei Gegenlicht manchmal schwer.

"Umso wichtiger sind Übungen wie diese", ergänzt Andres. Der erste Schritt ist getan, um zu verhindern, dass nach dem Schuss ein "falscher", schlimmstenfalls seltener und geschützter Wasservogel vom Himmel fällt. „Jetzt gilt es, das Erlernte zu vertiefen!“, sagt abschließend Volker Ehser, Kursleiter der Jagdschule. Roland Mayer ergänzt noch: „Eigene Beobachtungen unter Zuhilfenahme eines guten Bestimmungsbuches sind gute Voraussetzungen hierfür und führen zu wertvollen Erfahrungen.“

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